Ausharren in brütender Hitze

Freibad Rotenburg: Zwischenlösung bei Kassenautomaten sorgt für lange Staus

Heiß ersehnt: Der Sprung ins kühle Nass hatte sich im Freibad Rotenburg aus technischen Gründen in der vergangenen Woche verzögert.
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Heiß ersehnt: Der Sprung ins kühle Nass hatte sich im Waldschwimmbad in Rotenburg aus technischen Gründen in der vergangenen Woche verzögert.

Die Zwischenlösung für die Kassenautomaten am Waldschwimmbad hatte sich die Rotenburger Verwaltung anders vorgestellt. Staus sorgten für genervte Gäste.

Rotenburg – Besucherschlangen von etwa hundert Metern vor dem Rotenburger Waldschwimmbad – das war in der vergangenen Woche unschöne Begleiterscheinung der tropischen Hitze. Familien mit Kleinkindern klagten entnervt, ebenso ältere Besucher.

Der Grund ist das neue, als Zwischenlösung gedachte Kassensystem, das nicht wie gewünscht funktioniert. Kartenarten müssten per Hand eingegeben werden, was aufhalte, erklärte Annika Ludwig, die Sprecherin der Stadt Rotenburg. „Wir hatten uns das auch anders vorgestellt“, sagt sie.

Lieferengpässe wegen Corona

Die eigentlich schon bestellten besucherfreundlichen Automaten seien aufgrund coronabedingter Lieferengpässe noch nicht in Rotenburg angekommen. Man hoffe, dass sich das schnell ändert, erklärte die Stadtsprecherin. Geplant ist, dass die Wasserfans „locker-flockig“ eine Karte lösen und dann die Anlage betreten könnten. Schließlich sei eine Schlangenbildung auch nicht im Sinne des Hygieneplans.

Mit Jahreskarte aus der Reihe tanzen

Improvisiert wurde dem Vernehmen nach beim Schlange stehen glücklicherweise: Jahreskarteninhaber konnten aus der Reihe heraustreten und wurden vorbei geleitet, um die Gruppe der Wartenden zu verkürzen, erzählt ein Stammgast, der um ein bisschen Verständnis in Zeiten der Pandemie wirbt. „Da läuft eben nicht alles, wie wir es von früher kennen.“

Mittagspause soll gestrichen werden

Maximal 400 Menschen dürfen aktuell das Bad gleichzeitig besuchen, erklärt Sprecherin Annika Ludwig. Geplant ist, die einstündige Mittagspause von 14 bis 15 Uhr zu streichen, die bislang für die Desinfizierung genutzt wurde. Die Desinfektion soll stattdessen im laufenden Betrieb stattfinden. (Silke Schäfer-Marg)

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