"Wir stehen ganz gut da", sagt Bürgermeister Christian Grunwald

Rotenburg plant mit Rekordhaushalt

Wird zur Kita mit Familienzentrum umgebaut: Das ehemalige Finanzamtsgebäude an der Weidenberggasse. Foto: Schaffner

Rotenburg. So viele Einnahmen wie noch nie, aber auch so viele Ausgaben wie noch nie: Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald hat am Donnerstagabend im Stadtparlament einen Rekordhaushalt für 2018 vorgestellt.

Unter dem Strich sieht der Plan für dieses Jahr ein Plus von rund 315 000 Euro vor. Die Pro-Kopf-Verschuldung insgesamt, also mit den Schulden der Eigenbetriebe, beläuft sich auf 2763 Euro.

„Wir stehen ganz gut da“ sagte der Bürgermeister im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Plan für den Ergebnishaushalt (laufende Verwaltung) sieht Einnahmen in Höhe von rund 29 Millionen Euro vor. Dem gegenüber stehen 28,68 Millionen Euro Ausgaben. „Das ist ein Rekordhaushalt“, so der Bürgermeister.

Christian Grunwald

Grunwald rechnet zudem damit, dass die Stadt Mitte des Jahres das Schutzschirm-Programm des Landes verlassen darf. Die Voraussetzung – ausgeglichene Haushalte in drei aufeinanderfolgenden Jahren – habe die Stadt mit den Jahresabschlüssen 2014 bis 2016 erfüllt. Diese Bilanzen werden derzeit vom Rechnungsprüfungsamt des Landkreises kontrolliert. „Wenn wir von der Aufsichtsbehörde grünes Licht bekommen, werden wir den Antrag auf Entlassung stellen“, sagt Grunwald. Mit dem Haushaltsplan 2018 wäre es dann das fünfte Jahr hintereinander, dass Rotenburg positiv abschließen würde.

Wird zur Kita mit Familienzentrum umgebaut: Das ehemalige Finanzamtsgebäude an der Weidenberggasse. Foto: Schaffner

„Wir setzen auch nicht mehr nur auf Schuldenabbau“, sagt Grunwald, „sondern wir wollen jetzt den Investitionsstau der vergangenen Jahrzehnte mit Vollgas angehen und kräftig investieren“. Die Stadt profitiere dabei natürlich von verschiedenen äußeren Faktoren wie den derzeit günstigen Zinsen und Förderungen von Bund und Land. Allein der Zuwendungsbescheid des Landes zum Stadtumbauprogramm, der im November im Rathaus eingegangen ist, hat Rotenburg ein Projektvolumen von insgesamt 14 Millionen Euro beschert. Unter anderem sollen Teile des Geldes in den Umbau des ehemaligen Finanzamtsgebäudes zu einer Kita mit Familienzentrum an der Weidenberggasse und in die Sanierung des maroden Hauses am Marktplatz 3 fließen.

Weitere große Investitionen: Der größte Posten im Haushaltsplan ist der für insgesamt 11,5 Millionen Euro geplante Neubau des Feuerwehrgerätehauses am Breitinger Kirchweg. Für das Haushaltsjahr 2018 sind dafür drei Millionen Euro eingeplant. Zudem sollen drei Straßen saniert werden, darunter die Schillerstraße in Lispenhausen (Bild unten). Grafik: privat/nh, Foto: Schaffner

„Die Stadtentwicklung ist eine Generationenaufgabe“, betont Grunwald. Die Voraussetzungen dafür seien aber so gut wie lange nicht mehr.

Quelle: HNA

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