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Stadtumbau Rotenburg: Neugestaltung des Fuldaufers soll 2022 beginnen

Was an der Fulda alles geht: Die Idee, Sitzmöglichkeiten am Fuldaufer durch Stufen zu schaffen, stammt von Jugendlichen der Jakob-Grimm-Schule während einer Projektwoche. Die Montage, die allerdings nur die Grundidee vermittelt und weitere geplante Änderungen nicht einbezieht, stammt von einem Schüler.
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Was an der Fulda alles geht: Die Idee, Sitzmöglichkeiten am Fuldaufer durch Stufen zu schaffen, stammt von Jugendlichen der Jakob-Grimm-Schule während einer Projektwoche. Die Montage, die allerdings nur die Grundidee vermittelt und weitere geplante Änderungen nicht einbezieht, stammt von einem Schüler.

MER-Geschäftsführer Torben Schäfer brachte Zuschauer und Kommunalpolitiker im Haupt- und Finanzausschuss auf den aktuellen Stand des Stadtumbaus.

Rotenburg – Alles ist im Wandel, aber eines wird bleiben: die Imbissbude am Neustadt-Ufer der Fulda in Rotenburg. Mit diesem Hinweis sorgte MER-Geschäftsführer Torben Schäfer am Dienstag im Haupt- und Finanzausschuss für Aufatmen bei Fans von Jürgens klassischer deutscher Schnellküche. Ein zentrales Projekt ist bekanntlich die Umgestaltung des Fuldaufers, das künftig eine höhere Aufenthaltsqualität bekommen soll. Das beauftragte Planungsbüro hat eine Reihe von Bürgerwünschen integriert: Eine Promenade am Fluss, mehr Außenbewirtschaftung am Ufer, ein Rundweg zwischen zwei Brücken, Sitzstufen bis zum Wasser und naturnahes Spielen für Kinder gehörten zu den Wünschen, die jetzt auch Gehör gefunden haben.

Neustadtseite

Der Standort der Imbissbude Am Kies soll allerdings ein wenig verschoben werden. Autos sollen in diesem Bereich auf der Straße Am Kies nicht mehr fahren. So kann die Aufenthaltsqualität am Neustadt-Ufer überhaupt erst geschaffen werden. Ein Kiosk, Toilettenanlagen und eventuell sogar eine Verleihstelle für Stand-up-Paddle sind an einer Stelle im Bereich der neuen Fuldabrücke vorgesehen. Auch eine Art Hundestrand ist ein Stück flussabwärts vorstellbar. Dafür sollen Hunde aber nicht mehr überall frei laufen dürfen. Auch das war ein oft genannter Bürgerwunsch bei den Vorbereitungstreffen zum Stadtumbau.

Mehr Aufenthaltsqualität verspricht man sich auch von einem Rotenburger Investor, der die frühere Hafenbar gekauft hat und später auch Außengastronomie betreiben will. Die Stufen zum Wasser sollen mit einer Beleuchtung ausgestattet werden. Rotenburg ist da nicht Vorreiter. Torben Schäfer zeigt eine Reihe von stimmungsvollen Bildern, wie ein Flussufer zu einem „Wohnzimmer“ werden kann. Die Stufenbeleuchtung dient zudem der realen Sicherheit und dem Sicherheitsgefühl in der Stadt.

Die Umgestaltung des Neustadt-Ufers soll im nächsten Jahr in Angriff genommen werden. 2023 wäre dann Beginn der Arbeiten auf der ...

Altstadtseite

Hier geht es zunächst darum, die Konflikte zwischen Radfahrern, Fußgängern und Besuchern der Gaststätte Bacco aufzulösen. Der Radweg soll näher ans Ufer verlegt werden. Ein naturnaher Wasserspielplatz, der durch die „normalen“ Hochwasserereignisse immer wieder neu gestaltet wird, ist für den Bereich eines Altarms der Fulda vorgesehen.

Hier soll sich etwas ändern: Der Radweg R1 (rechts) führt entlang der Stadtmauer zwischen dem Restaurant Bacco und dessen Außenterrasse hindurch. Künftig soll er näher am Ufer liegen.

An der ehemaligen Schleuse soll ein kleiner Kanal so ausgebaut werden, dass Bootstouristen ihre Boote am Wehr vorbeiziehen können, ohne sie aus dem Wasser heben zu müssen. Außerdem soll es in diesem Bereich eine Möglichkeit geben, die Boote abzulegen und sich die Stadt anzusehen.

Der Stadtumbau ist laut Schäfer auch von den allgemeinen Lieferschwierigkeiten betroffen. Einiges habe sich schon verzögert. Das Fontänenfeld vor dem Rathaus soll im Herbst gebaut werden, der Übergang zur Straße Im Zwickel wird erst nächstes Jahr gebaut, weil dann auch die Wasser- und Kanalrohre verlegt werden. (Silke Schäfer-Marg)

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