Regionale Investitionen gewinnen an Bedeutung

VR-Bankverein Bad Hersfeld-Rotenburg ist mit Geschäftsjahr 2017 zufrieden 

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Verabschiedung: von links Hartmut Apel, Marco Schulz, Hans-Georg Germeroth, Christina Biel, Reinhold Martin Biel, der in den Ruhestand geht, Reinhard Seifert und Thomas Balk.

Rotenburg. Der VR-Bankvereins Bad Hersfeld-Rotenburg hat  vor rund 200 Mitgliedervertretern im Rotenburger Durstewitz-Saal die Geschäftszahlen des Jahres 2017 vorgelegt. 

Trotz anspruchsvollerer Rahmenbedingungen für Regionalbanken wurden die Erwartungen laut Bericht des Vorstands übertroffen. Neben dem Kerngeschäft gewinnen das neue Geschäftsfeld „Regionale Investitionen“ und die „VR-Immobilien & Service GmbH“ zunehmend an Bedeutung. Flossen 2016 bereits 1,1 Millionen Euro in die heimische Wirtschaft, waren es im vergangenen Jahr 13,6 Millionen Euro. Zudem präsentierte der Vorstand auf der Vertreterversammlung mehrere aktuelle Immobilienprojekte in Bad Hersfeld, Bebra, Neuenstein und Gerstungen. Darunter auch das Projekt im ehemaligen Herkules-Markt in der Bad Hersfelder Antoniengasse. Dort soll ein Tagungs- und Dienstleistungszentrum entstehen. „Wir werden gemeinsam mit der Stadt Bad Hersfeld die Stadtentwicklung an dieser prominenten Lage vorantreiben“, versprach Vorstandsmitglied Thomas Balk.

Sein Kollege Hartmut Apel lobte den Einsatz der Mitarbeiter: „Mit unserer hohen Beratungsqualität wurden wir auch 2018 wieder Testsieger in mehreren unabhängigen Bewertungen.“ Der Bankverein gab 196 000 Euro für Seminartage aus und investierte 298 000 Euro für die Ausbildung über Bedarf. Derzeit lernen 18 Auszubildende beim VR-Bankverein.

Thomas Balk erklärte die Verwaltungskosten des vergangenen Jahres: In einer Zeit, in der andere Geldhäuser Filialen schließen, sind rund 0,9 Millionen Euro in Filialen und die Ausstattung des VR-Bankvereins investiert worden. Mit weiteren 400 000 Euro wurden die Mitarbeiter am Unternehmenserfolg beteiligt.

Im Rahmen der Vereinsförderung wurden im vergangenen Jahr 185 Vereine mit mehr als 132 000 Euro aus Erlösen des Gewinnsparens gefördert. Elf Hauptgewinne wurden an Mitglieder und Kunden des VR-Bankvereins übergeben, zudem erhielten 13 gemeinnützige Einrichtungen je einen VR-Mobil.

Aufsichtsrat wiedergewählt

Die Aufsichtsräte Petra Vogt aus Bebra, Matthias Kaiser aus Bebra und Klaus Kurz aus Kirchheim wurden für eine weitere Periode gewählt. Versammlungsleiter Reinhold Martin Biel hatte nochmals die Verdienste des im Mai 2018 in den Ruhestand getretenen Vorstandsmitgliedes Wilfried Stolz gewürdigt. Dann wurde Biel selbst, nach 37 Jahren Tätigkeit im Aufsichtsrat, aufgrund des Erreichens der Altersgrenze verabschiedet. Biel wurde 1981 in den Aufsichtsrat gewählt, 2010 übernahm er den Vorsitz. Er erhielt die Ehrenmedaille in Gold für seine Verdienste der genossenschaftlichen Arbeit für den VR-Bankverein.

Die Geschäftszahlen des VR-Bankvereins

Einmal im Jahr legt der Vorstand des VR-Bankvereins seinen Mitgliedern die Geschäftszahlen vor, um von ihnen entlastet zu werden. Die Zahlen des Jahres 2017 auf einen Blick:

• Die Bilanzsumme stieg von 857 Millionen auf 870 Millionen Euro. • Die Bank betreute ein Gesamtkundenvolumen von 1,79 Milliarden Euro gegenüber 1,72 Milliarden Euro in 2016. • Die Forderungen an Kunden (etwa Kredite) beliefen sich auf 487,5 Millionen Euro – ein Plus von 23,7 Millionen Euro. • Trotz anhaltend niedriger Zinsen: die Kundeneinlagen betrugen 668,7 Millionen Euro (2016: 671,5 Mio. Euro). • Das Zinsergebnis belief sich auf 18,5 Millionen Euro und liegt damit weiterhin über dem Verbandsdurchschnittswert. • Das Provisionsergebnis des VR-Bankvereins ist um 0,6 Millionen auf 7,5 Millionen Euro gestiegen. • Mit dem Betriebsergebnis vor Bewertung in Höhe von 0,75 Prozent der Bilanzsumme ist der Vorstand angesichts der erhöhten Aufwendungen durch die Fusion zufrieden. • Den Jahresüberschuss gibt der Vorstand mit 650 000 Euro einschließlich des Gewinnvortrags aus 2016 an. • Die Mitarbeiter wurden mit 400 000 Euro am Unternehmenserfolg beteiligt. • Die Dividende für das Jahr 2018 liegt bei vier Prozent je Geschäftsanteil. (red/cig)

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