Tausende Besucher in der Stadt und auf dem Festplatz

Rotenburg feiert ein Strandfest der Superlative

Rotenburg. Bei strahlendem Sonnenschein haben am Wochenende so viele Besucher wie schon lange nicht mehr in Rotenburg das Heimat- und Strandfest gefeiert.

Allein das Schlossparkfestival am Samstagabend war mit gut 13 500 Menschen rekordverdächtig gut besucht. Bürgermeister Christian Grunwald sprach nach dem Festumzug am Sonntag von einem „Strandfest der Superlative“.

Mehr als 20.000 Lichter: Das Schlossparkfestival lockte 13.500 Besucher an, von denen viele noch eigene Teelichter dabei hatten. 

Auch Birgit Utermöhlen, Organisatorin des Festes, das noch bis heute Abend andauert, zog gestern eine durchweg positive Zwischenbilanz: „Wir sind rundum zufrieden, alle Veranstaltungen waren super besucht.“ Besonders gutes Feedback für ihren Auftritt beim Schlossparkfestival bekam die Coverband „Das Wunder“ für ihre tanzbaren Deutschrockstücke von Udo Lindenberg bis Revolverheld.

„Durch die Ferien waren auch viele Nicht-Rotenburger und Heimkehrer da“, sagte Utermöhlen. Rund 20 000 Teelichter hatten die Veranstalter zum Lichterfest verteilt, „die waren nach 20 Minuten weg“. Bereits am Freitag hatte der LC Marathon als Veranstalter des Strandfestlaufs mit 600 Teilnehmern eine Rekordzahl vermeldet.

Heiß vor dem Entenrennen: Robert Köhler und Finn Schäfer-Köhler vom FC Lommel am Strandfest-Samstag. 

Das historisch-frühe WM-Aus der deutschen Fußballnationalmannschaft tat der Strandfest-Stimmung keinen Abbruch. Es habe sich eher eine „Jetzt feiern wir erst recht“-Mentalität entwickelt.

Am Mittwoch, nach der Pleite gegen Südkorea und vor der offiziellen Eröffnung, hatte es noch Befürchtungen gegeben. „Wir dachten erst: auweia“, so Utermöhlen. Die Stadt hatte sich mit Public-Viewing-Übertragungen auf die Weltmeisterschaft eingestellt.

45 Wagen und viel gute Laune: Festzug am Strandfest-Sonntag

Den großen Festumzug am Sonntagnachmittag sahen etwa 6000 Zuschauer – er fiel mit 45 Wagen etwas kleiner aus als der Vorjahresumzug. 2017, zum 90-jährigen Bestehen des Heimat- und Strandfestes, rollten 57 Wagen durch Rotenburg. „Die Ferien machen den Vereinen in dieser Hinsicht allerdings auch zu schaffen“, sagte Utermöhlen. Zum Bootskorso am Abend wurden bis zu 3000 Besucher und 24 Boote mit aufwendigen Motiven erwartet.

Ein ruhiges Strandfest für die ehrenamtlichen Helfer

Für die 50 ehrenamtlichen Helfer des Kreisverbandes Rotenburg des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) war es ein ruhiges Strandfest: „Die Hitze haben wir kaum bemerkt“, sagte Kreisbereitschaftsleiter Christoph Führer über die Zahl der Einsätze.

Gute Laune am Freitagabend: Im Bermuda-Dreieck fiel der inoffizielle Startschuss zum Strandfest-Wochenende.

Etwa 30 Mal mussten die Helfer ausrücken, die in drei Schichten im Einsatz sind. Dabei ging es aber meist um kleinere Schnittverletzungen und leichte Brandverletzungen, die auf die Teelichter zurückzuführen sind. Bis Sonntagnachmittag verzeichnete das DRK nur einen alkoholbedingten Einsatz. „Das liegt auch an der massiven Polizeipräsenz“, so Führer.

Größere Einsätze seien nicht nötig gewesen, hieß es am Sonntag von der Polizei in Rotenburg. Außer den üblichen kleineren Rangeleien sei es auch für die Beamten ein ruhiges Strandfest gewesen.

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