Rund drei Meter hoch

Die Pyramide des Rotenburger Weihnachtsmarktes im eigenen Garten

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Fast doppelt so hoch wie er selbst: Kevin Obermeier. mit seiner Pyramide. 

Bereits seit mehreren Jahren macht sich Kevin Obermeier in Rotenburg mit seinen Modellen einen Namen. Dieses Jahr steht eine rund drei Meter hohe Pyramide in seinem Garten. 

Kevin Obermeier aus Rotenburg gehört zu den Menschen, die ein besonderes Faible für die Advents- und Weihnachtszeit haben. Und für den Rotenburger Weihnachtsmarkt mit seiner weithin bekannten, eindrucksvollen Pyramide mit den sich unaufhörlich drehenden, schönen Figuren.

Dieses Jahr drehen sich auch Figuren - allen voran Maria und Josef mit dem in der Krippe liegenden Jesuskind - auf einer von Obermeier selbst angefertigten und im Vorgarten des väterlichen Hauses am Mündersbach aufgestellten Pyramide.

Sie ist der vorläufige Höhepunkt seines Schaffens, das damit begann, dass er die Pyramide des Rotenburger Weihnachtsmarkts in kleinerem Maßstab nachgebaut hat. Dazu kamen dann über die Jahre jede Menge Buden, der große Weihnachtsbaum, der geschmückte Brunnen und Menschen, die auf dem Markt unterwegs sind, die sich umschauen und genießen – wie auf dem richtigen Weihnachtsmarkt an der altehrwürdigen Jakobikirche. Nur eben im Wohnzimmer von Kevin Obermeier.

Das reichte dem 22-jährigen Rotenburger aber nicht aus. Im Spätsommer legte er sich eine richtige, Pyramide zu, die fast doppelt so hoch ist wie Obermeier groß ist, und die er mit einer Außenverkleidung, einer Kuppel und vielen bunten Lichtern versah. Und auf allen fünf Etagen mit Figuren. „Gut drei Monate habe ich an der Pyramide gearbeitet, eigentlich jeden Tag“, erzählt er, und schmunzelnd fügt er hinzu: „Die Stunden habe ich nicht aufgeschrieben.“

Mit Figuren auf fünf Etagen: Pascal und William Möller beobachten zusammen mit Kevin Obermeier (im Hintergrund) die sich drehende Pyramide in Rotenburg. Obermeier hat nach eigenen Angaben gut drei Monate an der Pyramide gearbeitet.

Jetzt ist das Kunstwerk Blickfang der ganze Straße. Immer wieder sieht man anhaltende Autos, aus denen heraus die bei Dunkelheit schön beleuchtete Pyramide fotografiert wird. Immer wieder bleiben Fußgänger stehen, um sich alles genau anzuschauen - Nachbarn vor allem, wie etwa Pascal Möller mit seinem kleinen Sohn William, die wissen, mit wie viel Herz Kevin Obermeier bei der Sache war und immer noch ist.

Denn der junge Mann, der sichals gläubigen Menschen bezeichnet, denkt schon über sein nächstes Vorgarten-Projekt nach: den Bau einer Kirche mit Glocken, die richtig läuten.

So ähnlich wie bei der gar nicht weit entfernten Martin-Luther-Kirche, in der er ab und zu als Hilfsküster im Einsatz ist. „Ich helfe gerne!“, sagt er, und man sieht es ihm an, dass das aus tiefstem Herzen kommt. Dass das, was heute vor über 2000 Jahren geschehen ist, für Kevin Obermeiers Leben Bedeutung hat. 

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