Neuer Schlauch für Wasserleitung

Heienbach-Kreisel in Rotenburg: Baustelle kommt zum langen Wochenende

Nochmal Schrauben festziehen: Sebastian Schwarz von der Firma Primus arbeitet an der Anschlusstelle Wasserbehälter Junkerswiesen an der Fulda. Foto: Schäfer-Marg

Rotenburg. Zum langen Wochenende ab Fronleichnam müssen sich Autofahrer auf Baustellenverkehr im Bereich des Rotenburger Heienbach-Kreisels einstellen.

Der Grund: Die Stadtwerke sanieren die Trinkwasserleitung vom Bereich Behälter Junkerswiesen (Fuldawiesen zwischen Lispenhausen und Rotenburg) bis zum Hochbehälter Neustadt am Hausbornweg.

Zwischen Kreisel und Kasseler Straße bis zur kleinen Verkehrsinsel für Fußgänger, also etwa über 40 Meter, muss die bisherige Leitung allerdings von der Straße in den Bürgersteig verlegt werden. Daher kommt es zur Baustelle mit geänderter Verkehrsführung, berichtet der zuständige Sachbearbeiter bei den Stadtwerken, Sebastian Schmidt-Schalles.

Die Zufahrt zum Heienbach bleibt offen, allerdings kann der Bereich Heienbach nicht über den Kreisel verlassen werden. Dort werden Umleitungen über die Goethestraße und die Straße Am Friedhof sowie den Weg Zum Mühlberg ausgeschildert. Im Bereich der Baustelle regeln Ampeln den Verkehr. Das Wochenende wurde ausgewählt, weil es dann keinen Schulbusverkehr gibt. Am Montag, 4. Juni, soll der Verkehr wieder normal laufen.

Insgesamt werden 3000 Meter Wasserleitung saniert, ein Großteil davon im sogenannten Inliner-Verfahren. Das heißt, die alten Leitungen werden gereinigt und mit einer Kamera kontrolliert, anschließend wird ein spezielles, mit Kevlar-Fasern verstärktes Kunststoffrohr eingezogen. Dieses Verfahren ist weniger aufwendig als eine offene Baustelle und vor allem wesentlich kostengünstiger. Zum Vergleich: Das Inliner-Verfahren kostet 155 Euro pro laufenden Meter, eine offene Baustelle 350 Euro – ohne Mehrwertsteuer.

Offene Baustellen wird es dennoch geben, weil ein Teil der Leitungen, etwa 325 Meter, neu verlegt werden muss, wie Schmidt-Schalles erklärte. Es geht dabei um den Bereich St.Nikolay-Straße-Waldweg-Hausbornweg. Die Bauarbeiten dort sollen in der Woche nach dem Strandfest beginnen und bis Ende September dauern. In diesem Bereich wird es richtig teuer: 850 Euro kosten die Arbeiten pro laufenden Meter. Das deshalb, weil belastete Böden und Asphalt entsorgt werden müssen. Insgesamt wird etwa eine halbe Million Euro investiert. Zu den weiteren Projekten der Stadtwerke in diesem Jahr gehören die Erneuerung von Wasser- und Kanalleitungen in Schwarzenhasel sowie die Erneuerung der Transportleitung über Lispenhausen zum Haselgrund.

Kommentare