Konzert mit John "Rhino" Edwards

Hardcore-Fan holt Status Quo-Bassist nach Rotenburg

Ein wahrer Status Quo-Fan: Der Rotenburger Christian Kusche hat den Kontakt zu Rhino’s Revenge geknüpft, der Zweitformation von Status Quo-Bassist John Edwards.

Rotenburg. Echte Status Quo-Fans mögen „In the Army now“ nicht. „Das ist Schlagermusik“, sagt Christian Kusche über eines der bekanntesten Lieder der britischen Band.

Der Rotenburger Rechtsanwalt gehört zu den Hardcore-Fans und steht eher auf die rockigen Knaller der Gruppe. 

Und er hat über seine Kontakte ermöglicht, dass John Edwards, seit 1986 Bassist von Status Quo, mit seiner Zweitformation Rhino’s Revenge am kommenden Samstag in Rotenburg auftritt.

Kusches Liebe zu Status Quo begann im zarten Alter von zwölf Jahren. Der Hit „Roll over lay down“ war die Initialzündung, die dafür sorgte, dass sich der junge Christian erste Schallplatten kaufte. Natürlich – alte Rotenburger erinnern sich – bei Kruhms im Steinweg. 

Seither verfolgt Kusche die Karriere der Band, deren Besetzung häufig wechselte.

Sein erstes Quo-Konzert besuchte er allerdings erst 1994 in Erfurt, war ab da aber nicht mehr zu halten. „Bei 50 Konzertbesuchen habe ich aufgehört zu zählen“, sagt der Anwalt, der niemals ohne seinen Quo-Gürtel aus dem Haus geht und ihn sogar unter der Robe trägt.

Kusche gehört zu denen, die in der ersten Reihe vor der Bühne stehen und dafür stundenlang vor Hallen und Stadien warten. „Da lernt man die anderen echten Fans kennen“, sagt er. 

Wunderbare Freundschaften seien über die Jahre entstanden, man traf sich in Glasgow oder Antwerpen, in Luxemburg oder Wolverhampton und natürlich bei Konzerten in Deutschland.

Die beste Quo-Coverband kommt zurück nach Rotenburg

Auf einem der Konzerte hat Christian Kusche auch Mitglieder der Coverband Pure Quo kennengelernt, die am Samstag ebenfalls in Rotenburg auftritt.

Schon deren Gastspiel beim Jubiläum des Jugendzentrums im vergangenen Jahr im Schlosspark hatte Kusche vermittelt. Er hält sie für eine der besten Status Quo-Coverbands.

John „Rhino“ Edwards hatte Kusche vor zwei Jahren bei einem Auftritt von Rhino’s Revenge in Duisburg kennengelernt. 

„Rhino ist ein liebenswerter Mensch ohne Starallüren“, erzählt der Rechtsanwalt. „Er spielt mit dem Publikum. Seine Auftritte machen ihm so viel Spaß wie den Zuhörern. Ihn trifft man auch mal in der Pause an der Warteschlange vor dem Getränkestand.“ 

Christian Kusche sprach vor einem Jahr „Rhinos“ Manager an, um die Band nach Rotenburg zu holen. Weil der die Idee nicht schlecht fand, hatte Kusche das ganze Projekt an die Marketing- und Entwicklungsgesellschaft (MER) weitergegeben.

 „Die MER-Leute haben das dann alles ganz toll gemanagt“, findet der Hardcore-Fan und hofft, dass ganz viele Musikliebhaber am Samstag in den Bürgersaal kommen. „Wer Rockmusik mag, wird seinen Spaß haben“, verspricht Kusche.

Der Kreis schloss sich mit dem Tod von Rick Parfitt

Mit dem Besuch eines Status Quo-Konzerts in Erfurt 2016 hat sich für Christian Kusche der Kreis seiner Konzertbesuche geschlossen. Am Ende des selben Jahres starb Sänger und Gitarrist Rick Parfitt – nicht wenigen gilt er als unersetzlich. 

Dennoch spielt Status Quo weiter. Nicht mehr die großen Shows, aber immer noch mit Leidenschaft. Im August wird Status Quo in Wanfried auftreten. Ohne Christian Kusche. Aber mit John „Rhino“ Edwards.

Zur Person: Christian Kusche

Christian Kusche, Jahrgang 1964, ist gebürtiger Rotenburger. Er hat in Göttingen Jura studiert. Seit 1999 ist er selbstständiger Rechtsanwalt in Rotenburg. Kusche gehört dem Magistrat seiner Heimatstadt an. Er ist verheiratet, mag Collies und vor allem die Musik von Status Quo.

Es gibt noch Karten für Rhino's Revenge

Karten für das Konzert mit Rhino’s Revenge und Pure Quo am Samstag, 28. April, ab 19 Uhr im Bürgersaal am Rotenburger Bahnhof sind noch erhältlich. 

Sie kosten 18 Euro und werden über die Tourist-Information am Marktplatz, Telefon 0 66 23/ 55 55, verkauft. An der Abendkasse kosten sie 25 Euro.

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