Tourismus-Ausbau

Hängebrücke für Fußgänger in Rotenburg ist auf Kurs

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Projekt Schaukelwald im Rotenburger Schlosspark: Bauhofmitarbeiter Jens Landeck parzelliert die Standorte für die Schaukeln. An acht Stellen im Bereich des früheren Minigolfplatzes werden elf Geräte aufgestellt. Wichtig ist dass die Zugänge ebenerdig sind, um den Schaukelwald barrierefrei und für alle Menschen zugänglich zu gestalten. Am 18. Mai soll die neue Freizeitattraktion eröffnet werden, so MER-Geschäftsführer Torben Schäfer. 

Rotenburg. Der Bau einer Fußgängerhängebrücke im Rotenburger Kottenbachtal hat eine weitere Hürde genommen. Auch andere Projekte sind geplant, zum Beispiel ein Premiumwanderweg.

 Mit der Oberen Naturschutzbehörde wurde eine Einigung zur Fußgängerhängebrücke erzielt. Das bestätigt Torben Schäfer, der Geschäftsführer der Marketing- und Entwicklungsgesellschaft MER.

Schäfer geht nun davon aus, dass das Projekt bereits im April in der Stadtverordnetenversammlung baurechtlich verabschiedet werden kann. Für Rotenburg wäre der Bau der Hängebrücke ein wesentlicher Schritt zum Ausbau des Wirtschaftszweiges Tourismus. Die beiden anderen Säulen sind Bildung und Medizin.

Das kann man auch detaillierter im jetzt vorgelegten Jahresbericht 2018 der MER nachlesen. In der neuen Broschüre, die man sich im Büro der MER an der Brückengasse holen kann, präsentiert sich die Gesellschaft als Ansprechpartner für alle Bereiche der Wirtschaftsförderung.

Im Bereich Tourismus wurde ein Konzept in Auftrag gegeben. Dass ein massiver Ausbau im Übernachtungsbereich ebenso notwendig ist wie neue, qualitativ höherwertige Gastronomie, ist nur eins der Ergebnisse. Eine weitere Empfehlung ist die Verbesserung der Wanderinfrastruktur. Der Ausbau von attraktiven, gut ausgeschilderten Wanderwegen bis hin zur Schaffung eines Premiumwanderwegs steht bereits auf der Agenda der Stadtpolitik.

Zwischenbilanz zu Handel

Stadtmarketing, zu dem auch Eventmarketing gehört, gemeinsame Aktionen des Handels sowie Einzelhandelsförderung sind ebenfalls Bereiche, in denen die MER eine Zwischenbilanz zieht. Erwähnt wird etwa das Betreiben eines Pop-Up-Stores im Steinweg. In einem Ladengeschäft probierten sich ein Nachwuchskünstler, Yoga-Lehrerin Annouck Schaub und Brigitte Wollenweber mit ihrem Geschäft für Handarbeiten jeweils für einige Wochen aus. Die Miete zahlte die MER. Was hat es gebracht?

„Positiv war“, sagt Torben Schäfer, „dass wir den Laden ersteinmal besetzt hatten.“ Aber es habe sich auch gezeigt, wie schwer es ist, kleingliederige Läden wieder zu belegen. Gastronomie und Ladengeschäfte seien nur noch sinnvoll zu betreiben, wenn man mehrere Flächen zusammenlege, so Schäfer.

Immerhin: Annouck Schaub hat nun doch ein Yoga-Studio in der Innenstadt eröffnet – in geeigneteren, aber zuvor leer stehenden Räumen an der Scheunengasse. Auch das aktuell wichtigste Projekt, der Stadtumbau, wird mit Erläuterungen in der Broschüre vorgestellt.

Konzept für Stadtumbau

Im vergangenen Jahr wurde gemeinsam mit Bürgern und dem Planungsbüro NH Projektstadt ein Integratives städtebauliches Entwicklungskonzept für den Stadtumbau erarbeitet. Das rund 240 Seiten umfassende Papier liegt nun dem Ministerium vor, das über Fördergeld zu entscheiden hat. Noch wird geprüft. 50 Projekte werden darin vorgestellt, die aber aus Kostengründen nicht alle realisiert werden können.

Was auf jeden Fall umgesetzt werden sollte

Und was sollte auf jeden Fall umgesetzt werden? MER-Geschäftsführer Torben Schäfer nennt erstmal drei Projekte: Die Sanierung des Hauses Marktplatz 3, die Gestaltung des Fuldaufers und die Gestaltung der Innenstadt.

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