Veranstaltung am 23. und 24. August

Das erwartet Teilnehmer und Zuschauer beim Red Castle Run in Rotenburg

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Es geht mitten durch Rotenburg: Unser Foto zeigt Organisator Klaus Hartwig und gleich zwei Hindernisse des Red Castle Runs. Die Teilnehmer müssen das Wehr erklimmen und über die Mauer klettern. 

Die Vorbereitungen für den Red Castle Run in Rotenburg am 23. und 24. August laufen auf Hochtouren. Was genau erwartet Teilnehmer und Zuschauer bei dem Hindernislauf?

Organisator Klaus Hartwig von der Neuensteiner Sportagentur Speed erklärt es uns.

Woher kommt der Trend der Hindernisläufe?

„Aus den USA“, sagt Klaus Hartwig. Die Parcours orientierten sich eng an denen, die US-Soldaten in der Ausbildung absolvieren müssen. „Irgendwann wurde das zum Sport, den schon lange nicht mehr nur Soldaten betreiben – sondern alle, denen einfaches Laufen zu langweilig ist.“

Ist der Red Castle Run also nur etwas für Extremsportler?

Nein. Sportliche Höchstleistungen stehen nicht im Vordergrund. Eine Zeitnahme gibt es nicht, ein Sieger wird nicht gekürt. „Viele Hindernisse kann man gar nicht alleine überwinden“, erklärt Hartwig. Niemand solle eine schlechtere Zeit haben, weil er – was üblich ist – anderen Läufern geholfen hat.

Welche Streckenoptionen gibt es?

Besonders anspruchsvoll ist die 16-Kilometer-Strecke mit 400 Höhenmetern. Außerdem gibt es eine 8-Kilometer-Strecke, bei der auch die meisten der Hindernisse absolviert werden müssen, und eine 4-Kilometer-Runde, bei der schon Kinder ab zehn Jahren teilnehmen können.

Wie sind die Veranstalter ausgerechnet auf Rotenburg gekommen?

Die Marketing- und Entwicklungsgesellschaft Rotenburg (MER) wollte die Alleinstellungsmerkmale der Fuldastadt in Szene setzen. Erste Gespräche zu möglichen Veranstaltungen fanden mit der Heinebacher Werbeagentur B3plus statt, die Veranstaltungskaufmann Klaus Hartwig ins Boot holte. Dann kam die Neuensteiner Agentur Speed dazu, die das Projekt zum Anlass nahm, Hartwig einzustellen. „Solche Läufe finden meist außerhalb der Innenstädte statt, weil viele dort den Dreck nicht haben wollen. Hier ist die Stadt an Bord“, sagt der. „Flüsse, die mitten durch den Kern einer Altstadt fließen, gibt es nicht oft. Dazu das Wehr, die Brücken, das Schloss, die Kaserne – das Ambiente ist super.“

Welche Hindernisse gibt es?

Es müssen zum Beispiel Reifenstapel und Dächer überquert werden. Auf dem Marktplatz gibt es die Station Affenalarm: Wer beim Hangeln fällt, landet in einem Wasserbecken. Auf jeden Fall nass werden die Läufer auf dem Gelände der ehemaligen Alheimer-Kaserne, wenn sie durch die Panzerwaschanlage müssen – und auch, wenn sie das Wehr erklimmen müssen. Als Hilfestellung gibt es dort Seile. Der Veranstalter hat bislang sieben der über 20 Hindernisse veröffentlicht. Ein ganz spezielles heißt Himmel und Hölle. Dabei kriechen die Teilnehmer unter Stacheldraht durch den Schlamm, während der Chor von Eva Gerlach „Freude schöner Götterfunken“ singt.

Früher wurden hier Militärfahrzeuge gewaschen, im August werden sich die Läufer beim Durchqueren des Beckens nasse Füße holen. Dann geht es weiter über die Mauer (rechts im Bild). 

Wie können die Zuschauer das Spektakel miterleben?

Es wird die Möglichkeit geben, E-Bikes auszuleihen, mit denen man dann zum Beispiel auch zur Kaserne fahren kann. Auf dem Marktplatz und auf dem Festplatz sollen Videoleinwände stehen.

Wie ist der Zuspruch in und um Rotenburg?

Schon über 160 Anmeldungen sind über ein halbes Jahr vor dem Lauf eingegangen. Hartwig peilt die Zahl von 1000 Teilnehmern an. Auf der Internetseite werden über 30 Sponsoren aufgeführt. Fast alle kommen aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Hartwig: „Einige unterstützen uns auch nicht mit Geld, sondern mit Verpflegung, Hindernissen oder Spenden für unsere Verlosung.“

Was passiert rund um den Lauf noch?

Eine Nudel-Party für die Teilnehmer, wie sie auch vor anderen Läufen üblich ist, findet am Vorabend auf dem Festplatz statt. Ab 20 Uhr tritt die Coverband Take Five aus Bad Hersfeld auf, die Rockmusik, zeitlose Balladen und Party-Kracher spielt. Der Vorverkauf beginnt am 1. April.

Wo kann man sich für den Lauf anmelden?

Im Internet auf der Seite des Red Castle Runs. Die erste Anmeldephase läuft noch bis zum Donnerstag, 28. Februar – bis dahin kosten die 16-Kilometer-Strecke (ab Jahrgang 2001) 55 Euro, die 8-Kilometer-Strecke (ab Jahrgang 2004) 45 Euro und die 4-Kilometer-Strecke zehn Euro. Ab zwei Personen kann man sich auch als Gruppe anmelden – dann ist man garantiert gemeinsam in einem Lauf.

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