Bisher nur 100 E-Autos im Kreis

Erlebnistag in Rotenburg: Ein Rundum-Paket zur E-Mobilität

Mit Tandem und dem zuschaltbaren Elektroantrieb beim Erlebnistag: „Käptn“ Fred Lagies und „Heizerin“ Leni Lagies mit Holger Semmelroth (links) von der EAM-Gruppe und dem Rotenburger Kreisbeigeordneten Heinz Schlegel (rechts).

Rotenburg. Etwas größer hätte das Interesse am Erlebnistag Elektromobilität in Rotenburg sein können. Aber ein Anfang ist gemacht – und darauf kommt es bei der Technik der Zukunft an.

Das machten die Vertreter des Landkreises und der den Erlebnistag mitveranstaltenden Rotenburger Stadtentwicklungsgesellschaft MER, Landrat Dr. Michael Koch und Bürgermeister Christian Grunwald, bei der Begrüßung, im Gespräch und in lockerer Podiumsrunde vor dem Rathaus der Fuldastadt deutlich. 

Zu der hatten sich die zur Veranstaltung eingeladenen Referenten gesellt, um sich von Kai Struthoff, stellvertretender Redaktionsleiter der HNA Rotenburg-Bebra, auf den Zahn fühlen zu lassen, wie sie und ihre Organisationen es mit der E-Mobilität halten.

Probesitzen im E-Auto: Der Erlebnistag in Rotenburg in Bildern

Dabei verriet der Rasdorfer Bürgermeister Jürgen Hahn, dass er sich privat „bis jetzt nur einen E-Roller geleistet“ habe. 

Mit seiner Gemeinde und dem Verein Natur- und Lebensraum Rhön, für den Regionalmanagerin Antje Voll sprach, habe er das Modellprojekt „Elektromobilität in der Rhön“ ins Leben gerufen, bei dem Vereine und Ehrenamtliche aus der Region zwei E-Autos kostenfrei für ihre Zwecke nutzen können: „Tendenz steigend.“

Entscheidend bei der E-Mobilität ist die Infrastruktur

Rathauschef Christian Grunwald kokettierte damit, dass er als frischgewählter Sportkreisvorsitzender quasi von Amts wegen „noch nicht“ E-Bike fahren dürfe. 

Der von Moderator Kai Struthoff augenzwinkernd als „Hybrid-Landrat“ angesprochene erste Mann des Kreises betonte, dass es in entscheidender Weise auf die Infrastruktur ankomme und darauf, dass genügend Ladestationen zur Verfügung stehen.

Ob jedoch alle Mobilisten von einem Tag auf den anderen auf E-Mobile umsteigen können, ließ insbesondere Bürgermeister Jürgen Hahn offen. Dr.-Ing. Jürgen Breker von der EAM-Gruppe meinte: „Wer E-Bikes und E-Autos fährt, müsste eigentlich auch für Windkraft sein.“

Derweil trafen Fred und Leni Lagies aus Bebra mit ihrem speziell für sie gebauten Tandem am Marktplatz ein, das sowohl auf Muskelkraft als auch auf elektrische Energie ausgelegt ist. 

Sie wollten sich über das Angebot der ausstellenden Autohäuser informieren.

Wie weit und wie zuverlässig fährt ein E-Auto?

Deren Berater wurden immer wieder gefragt, wie lange denn eine „Füllung“ reiche und ob die Technik ausgereift sei. 

Roland Theune aus Heinebach verwies dann auf seine vor 22 Jahren begründete Geschäftsbeziehung zur französischen Firma Goupil, von der er den G 4, einen Ein-Tonner-Kipper mit Elektroantrieb, vorführte. 

Ein Nutzfahrzeug, das Besucher Hans-Dieter Deist aus Heina als Alternative für seinen Holztransporter einordnete.

Sicher ganz im Sinne der anwesenden EAM- und Stadtwerke-Bebra-Berater, die mit Bürgermeister Grunwald unterstrichen, dass E-Mobilität keine Frage der Zukunft, sondern der Gegenwart ist. 

Auch wenn im Landkreis erst rund 100 E-Autos zugelassen sind.

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