13.000 Besucher beim Schlossparkfestival

Gut besuchtes Strandfest in Rotenburg - mit Beziehungsstress und Pfand-Problemen 

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Originell, witzig, bunt und gut besucht: Der Festumzug lockte gestern Tausende Besucher in die Rotenburger Innenstadt.

Im vergangenen Jahr war es das „Strandfest der Superlative“, doch auch diesmal müssen sich die sechs Tage Ausnahmezustand in Rotenburg nicht verstecken.

Etwa 13.000 Besucher waren am Samstag beim Schlossparkfestival dabei, mehr als 8000 Zuschauer schauten am Sonntag beim Festumzug zu, schätzen die Veranstalter. "Schade, dass es am Samstag recht windig war", sagte Strandfest-Organisatorin Birgit Utermöhlen, "einige Teelichter waren dann doch vom Winde verweht."

„Man hat unheimlich gemerkt, dass es eine Auszeit vom Alltag ist“, sagte Bürgermeister Christian Grunwald. Also ein rundum gelungenes Fest? Mit einer Ausnahme: Kritik gab es für das erstmals zum Einsatz gekommene Pfandsystem im Schlosspark, das für Schlangen an Theke und Abgabe sorgte.

Festumzug des Rotenburger Strandfestes lockt Tausende Besucher in die Stadt

„Wir als Auftraggeber sind unzufrieden, wenn die Leute so lange anstehen müssen“, sagte Grunwald. Im nächsten Jahr soll das besser werden. Die schöne Seite der Medaille: "Der Schlosspark war nach dem Fest noch nie so sauber", sagte Birgit Utermöhlen. Die üblichen Folgen des Festivals in den Vorjahren: etwa 2000 zerbrochene Gläser. 

Ausfälle durch übermäßigen Alkoholgenuss gab es bis Sonntag nur einen

Die Helfer vom Deutschen Roten Kreuz melden ein ruhiges Strandfest. Einsatzleiter Andreas Heupel und seine 24 Mitstreiter haben gemeinsam etwa 700 Stunden angesammelt und mussten vor allem Insektenstiche, Blasen und Schnittverletzungen versorgen. "Strandfest bedeutet für uns wenig Schlaf", sagt Heupel. Ausfälle durch übermäßigen Alkoholgenuss gab es nur einen. Allerdings warne die Erfahrung auch: Der Montag - wenn die Feierei bereits mittags im Festzelt beginnt - wird es noch einmal heftig. 

Die Polizei musste in der Nacht zu Samstag gleich zweimal bei durch Alkohol befeuerten Beziehungsstreitigkeiten eingreifen, bei denen die Paare handgreiflich wurden. Die sonstigen Einsätze: ein vermisst gemeldetes Portemonnaie und dessen entfernte Verwandte, die verlorene Handtasche. Außerdem wurden in der Nacht auf Samstag der Zaun des Bootshauses am Breitinger Kirchweg niedergerissen und zwei Boote ins Wasser geworfen.

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