Zusammenlegung in Bad Hersfeld

Dialyse-Zentrum in Rotenburg schließt Ende Juni

Das Nierenzentrum ist in das Rotenburger Herz-Kreislauf-Zentrum eingegliedert: Ende Juni ist in Rotenburg Schluss mit dem Angebot.
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Das Nierenzentrum ist in das Rotenburger Herz-Kreislauf-Zentrum eingegliedert: Ende Juni ist in Rotenburg Schluss mit dem Angebot.

Ab Juli können Patienten nicht mehr in Rotenburg zur Dialyse ins Nierenzentrum gehen. Sie müssen dann nach Bad Hersfeld fahren.

Rotenburg - Das KfH-Nierenzentrum am Standort Rotenburg stellt seinen Betrieb zum 30. Juni ein. Das teilte das Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation (KfH) mit Sitz in Neu-Isenburg am Wochenende mit. Das Zentrum ist ins Herz-und Kreislauf-Zentrum eingegliedert.

„Die Dialysebehandlung durch das KfH in Rotenburg und Bad Hersfeld wird am Hauptsitz, dem KfH-Nierenzentrum Bad Hersfeld, zusammengeführt“, heißt es in der Pressemitteilung. Die Patientenversorgung im Einzugsgebiet sei weiterhin sichergestellt.

Seit 24 Jahren in Rotenburg

Das gemeinnützige KfH Kuratorium hat das Zentrum in Rotenburg seit 24 Jahren betrieben. Ärztlicher Leiter ist Dr. med. Roman Veith, der auch leitender Arzt des KfH-Nierenzentrums Bad Hersfeld ist.

„Patientenzahlen rückläufig“

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, aber trotz aller Anstrengungen mussten wir nach sorgfaltiger Analyse und Abwägung letztendlich die Schließung des KfH-Standortes in Rotenburg beschließen“, fasst Dr. Beatrice Palausch, KfH-Geschaftsleiterin für die Region Mitte/West, die Bemühungen der letzten Jahre um den Erhalt des Nierenzentrums zusammen. Kontinuierlich rückläufige Patientenzahlen sowie der nach wie vor in der Region bestehende Mangel an Fachärzten ließen einen Weiterbetrieb nicht zu, betont Dr. Palausch. Die Versorgung der nierenkranken Patienten in der Region sei allerdings auch ohne das KfH-Nierenzentrum in Rotenburg sichergestellt. Erfreulich sei, so Palausch, dass allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Rotenburg eine Weiterbeschäftigung angeboten werden konnte.

Weiterbehandlung in Hersfeld möglich

„Wir freuen uns, als neues Team in Bad Hersfeld gemeinsam unsere Patientinnen und Patienten zu behandeln. Für die derzeit 28 Dialysepatienten besteht auf Wunsch die Möglichkeit der Weiterbehandlung in Bad Hersfeld“ erklärte der leitende Arzt Dr. Roman Veith. Das KfH-Nierenzentrum Bad Hersfeld biete ausreichend Kapazitäten.

Die nephrologische Sprechstunde wurde bereits im Januar 2020 für beide Standorte an den Hauptsitz in Bad Hersfeld verlegt. (Von René Dupont)

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