Auch Hunde sind willkommen

Rotenburger Campingplatz: Domizil für alle, die es familiär mögen

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Seit vier Jahren Pächterin des Campingplatz in Rotenburg: Ute Hollenbach-Köberich (53), hier auf ihrer neu gestalteten Terrasse. Mit viel Herzblut schaffen sie und ihr Team eine Wohlfühlatmosphäre für die Camping-Gäste.

Rotenburg. Anfang des Jahres hat die Stadt Rotenburg 192 000 Euro in die Sanierung des Campingplatzes investiert. Jetzt herrscht Hochbetrieb auf der familiären Anlage. Ein Besuch.

Zwei Frauen, die vor allem wegen der ruhigen Lage einerseits und der Nähe zur Stadtmitte andererseits bereits zum zweiten Mal Urlaub in Rotenburg machen, sind Bibi Normark Soerensen und ihre Tochter Anna aus Dänemark. „Wir mögen es hier zu campen, weil auch unser Hund Alma willkommen ist“, sagt die Mutter. Schon im August wollen sie wiederkommen.

Eine wesentlich kürzere Anreise hatten Ilse Vitt und ihr Mann. Das Ehepaar zählt zu den Stammgästen auf dem Campingplatz. Seit 37 Jahren ist er quasi ihr zweites Zuhause. Die 67-jährige Rotenburgerin ist Camperin aus Leidenschaft. Dieses Jahr verbringen sie, ihr Mann und Hund Strolch die Zeit von April bis Oktober im Wohnwagen. „Ich könnte das ganze Jahr so leben“, sagt sie. Der begrenzte Raum, den der Caravan bietet, stört sie überhaupt nicht. „Hier bin ich frei und kann immer machen, was ich will.“

Für Pächterin Ute Hollenbach-Köberich finden die beiden Nordlichter nur nette Worte. Weil sie sich wohlfühlen, sehen sie auch über die „nicht so wertige Ausstattung“ des Campinghauses und die gerade erst von der Stadt sanierten, aber „engen“ Herrentoiletten hinweg, wie sie sagen.

Genießen ihren Campingurlaub: Christiane Lordt (oben links) aus dem niedersächsischen Oldenburg kocht schon mal die Kartoffeln für das Abendessen. Hille Metz (rechtes Foto, von links) Wolfgang Metz, Carina Tralles, Silke Meye und Tizian Tralles sitzen gerne in gemütlicher Runde zusammen. Bibi Normark Soerensen und Tochter Anna (unten links) sind aus Dänemark angereist. Mit ihrer Camper-Nachbarin Ilse Vitt verstehen sie sich gut. Fotos: Christina Zapf

„Wir sind kein Design-Campingplatz“, sagt die 53-jährige Pächterin, die mittlerweile in ihrer vierten Saison den Platz in Rotenburg betreibt. „Die Gäste schätzen besonders die Ursprünglichkeit und die Lage des Campingplatzes – mitten in Deutschland und an der Fulda.“. Viele der Urlauber kämen gerne zurück und würden die familiäre Atmosphäre des Platzes schätzen.

Aus dem thüringischen Gera sind Carina Tralles und ihr Sohn Tristan angereist. Es ist ihr vierter Aufenthalt in Rotenburg. „Hier haben wir einen schönen Urlaub für wenig Geld“, sagt Azubi Tristan. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimme.

Allerdings sei der Platz nach dem Strandfest von Glasscherben und Zigarettenkippen übersät gewesen, berichten die beiden Thüringer: „Bei der Reinigung könnte die Stadt der Pächterin stärker unter die Arme greifen.“

Ein großer Pluspunkt des Campingplatzes – da sind sich alle Gäste einig – die Sauberkeit der sanitären Anlagen. Die Waschräume seien stets sauber und mit Hygieneartikeln ausgestattet, so Carina Tralles. Auch frische Handtücher gebe es für die, die ihres vergessen haben.

Dass Pächterin Ute Hollenbach-Köberich wegen der Sanierungsarbeiten erst im April hat öffnen können, habe ihr Umsatzeinbußen beschert, die sie wohl nicht mehr aufholen könne. „Über 200 Anreisen fehlen mir dieses Jahr“, sagt sie. Aber davon lässt sich die 53-Jährige nicht unterkriegen. Mit ihren Mitarbeitern investiere sie sehr viel Herzblut, um für die Gäste eine Wohlfühl-Atmosphäre zu schaffen. „Ich möchte das noch mindestens zehn Jahre machen“, sagt sie.

Quelle: HNA

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