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Bornschisser soll glänzen: Kultur- und Tourismusverein Rotenburg reinigt Brunnen

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Von: Christopher Ziermann

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Jede Menge zu tun gibt es bei der Reinigung rund um den Bornschisser-Brunnen für (von links) Friedhelm Wollenhaupt, Heinz Schlegel und Paul Mähler.
Jede Menge zu tun gibt es bei der Reinigung rund um den Bornschisser-Brunnen für (von links) Friedhelm Wollenhaupt, Heinz Schlegel und Paul Mähler. © Christopher Ziermann

Früher konnte sich das HKZ in Rotenburg sieben Gärtner leisten. Heute helfen Ehrenamtliche, das Gelände zu pflegen. Dazu gehört auch der Bornschisser-Brunnen.

Rotenburg – Es ist ein Projekt, das die Mitglieder des Kultur- und Tourismusvereins Rotenburg mit besonders viel Herzblut angehen. Der Bornschisser-Brunnen am Wildgehege ist in den vergangenen Jahren zunehmend heruntergekommen. Nun wird er auf Hochglanz poliert.

Wie nötig das ist, ist den Vereinsmitgliedern durch einen HNA-Artikel über die „Ritterausbildung“ für Kinder aufgefallen, die die MER anbietet. „Hier gehen so viele Spaziergänger entlang, Einheimische wie Touristen. Der Brunnen und die Geschichte der Bornschisser gehören zur Identität Rotenburgs“, sagt der stellvertretende Vorsitzende Friedhelm Wollenhaupt. Paul Mähler, der mit 74 Jahren der Jüngste des Reinigungstrupps ist, hat auch die Erklärung für den derzeitigen Zustand parat.

1974 von Heinz Meise gebaut

„Der Brunnen war ja nicht schon immer hier. Er ist 1974 von Heinz Meise gebaut worden. Bis dahin gab es hier nur einen Auslauf aus dem Berg“, erklärt Mähler. Der langjährige HKZ-Geschäftsführer legte großen Wert darauf, dass die Patienten rund um die Klinik schöne Orte zum Verweilen hatten. Bis heute gehört das Gelände links der Straße, die durchs Wildgehege führt, dem HKZ. Das hat sich früher, als Paul Mähler selbst dort beschäftigt war, sieben Gärtner geleistet, berichtet er. Das ist heute anders – denn mit schönen Gärten lasse sich eben kein Geld verdienen, sagt der 74-Jährige. Er hat nach wie vor Kontakt zu seinem früheren Arbeitgeber. „Dort war man sehr dankbar, dass wir uns dem Brunnen annehmen wollen.“

Auch Wasser soll wieder sauber werden

Die Reinigungsaktion ist keine Sache von ein paar Stunden, sondern nimmt mehrere Tage in Anspruch. Die Vereinsmitglieder kratzen das Moos aus den Ritzen, mähen Gras und Unkraut und wollen auch dafür sorgen, dass das derzeit sehr unappetitliche Wasser wieder sauber wird. Wenn die Raubritter, die Rotenburg im Mittelalter plagten, hiervon hätten trinken müssen, wären sie wohl auch ohne die Fäkalien der Einheimischen in die Flucht geschlagen worden. „Die starke Moosbildung ist aber auch wetterbedingt“, sagt Paul Mähler. Sie sei eine Folge der großen Trockenheit in den vergangenen Jahren.

Wenn alles wieder glänzt, will der Verein den Brunnen noch zusätzlich aufwerten. Die Steinmauer vor dem Brunnen soll mit Brettern zur Bank zum Verweilen werden. (Christopher Ziermann)

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