Bilanz fürs erste Halbjahr 2019

Immer weniger Privatinsolvenzen im Kreis Hersfeld-Rotenburg

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Die niedrige Arbeitslosigkeit im Landkreis wirkt sich offenbar positiv auf die Zahl der Verbraucherinsolvenzen aus.

Mit 39 Eingängen im ersten Halbjahr 2019 ist diese Zahl im Vergleich zum Vorjahr um Hälfte gesunken. Dies teilt Dr. Rolf Schwarz, Leiter der Insolvenzabteilung am Amtsgericht Bad Hersfeld, auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Aktuell laufen im Landkreis 163 Verfahren zahlungsunfähiger Privatleute, bei 18 weiteren Verfahren ist über eine Eröffnung noch nicht entschieden.

In 71 Fällen konnte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres über eine Restschuldbefreiung entschieden werden. 2018 waren es 56 Fälle gewesen.

Leicht ansteigend ist hingegen der Trend bei den Firmeninsolvenzen. 14 neue Anträge sind vier mehr als im Vorjahr. Bei den Anträgen ehemals selbstständiger Unternehmer blieb die Zahl mit 17 Verfahren stabil. Damit hat sich das „Bauchgefühl“ von Richter Schwarz bestätigt, der bei der vorherigen Bilanz bereits von einer Trendwende gesprochen hatte.

Zu den bekannteren Namen der Pleite-Firmen gehören die Hersfelder Haustechnik mit 19 Beschäftigten und die Willi Herrmann Hochbau mit 35 Mitarbeitern.

Nach wie vor erreichen Dr. Schwarz zahlreiche Anfragen von Anwälten auch von außerhalb, die sich um die wenigen Aufträge als Insolvenzverwalter bemühen.  

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