Rotenburg wartet auf eine Entscheidung

Frist für Abriss des früheren Kreisaltenzentrums läuft ab

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Das ehemalige Kreisaltenzentrum in rotenburg. 

Hersfeld-Rotenburg. Um die Zukunft des ehemaligen Kreisaltenzentrums in Rotenburg macht man sich auch im Landratsamt Gedanken. Ende Juni endet die bereits einmal verlängerte Frist, bis zu der das marode Gebäude am Emanuelsberg abgerissen sein sollte. Noch steht es, einen Antrag auf Abriss gibt es noch nicht.

Vor vier Jahren hatte die Horo Gmbh mit Sitz in Bebra das seit 2007 leer stehende Gebäude mit umliegendem Areal für drei Euro vom Landkreis gekauft. Bedingung war, dass das Gebäude bis zum 30. Juni 2016 abgerissen sein sollte. Geschäftsführer der Horo-GmbH ist Helmut Holzhauer, der damals den Neubau von 65 Wohnungen angekündigt hatte. Sichtbar passiert ist nichts. Das Gebäude ist zunehmend verfallen, der Kreis hat inzwischen zur Absicherung einen Bauzaun aufgestellt.

Zwischenzeitlich wechselten die Pläne der Horo GmbH. Mal war von einer Unterkunft für Flüchtlinge die Rede, mal von einer Seniorenwohnanlage, dann von einem Haus für Demenzkranke.

2016 hatte Holzhauer erklärt, ein Vertrag über den geplanten Abriss sei bereits geschlossen. Aber offenbar nicht erfüllt worden, denn die Ruine steht noch. Holzhauer sprach gegenüber unserer Zeitung von Schwierigkeiten, Investoren für ein solches Projekt in Rotenburg zu finden. Noch am vergangenen Freitag sagte er, er habe drei Investoren die Pläne für ein Haus für demente Menschen vorgelegt, diese prüften nun. Er werde nun einen Bauantrag stellen und sich um den Abriss kümmern. „In sechs Wochen ist das Ding weg“, versprach er.

Pelle Faust, Pressesprecher des Kreises, erklärte, die Rückübereignung werde vom Kreis geprüft, sollte das Gebäude bis zum 30. Juni nicht abgerissen sein. Es gebe Vorüberlegungen, aber noch keine konkreten Pläne, wie die Fläche künftig genutzt werden kann. Bürgermeister Christian Grunwald sei in diese Überlegungen eingebunden.

Das Kreisaltenzentrum auf dem Rotenburger Kratzberg, heute wieder Emanuelsberg, war 1972 bezogen worden. Bis 2007 wurde das Gebäude bewohnt, dann folgte der Umzug in sanierte und erweiterte Räume des Landratsamtes an der Lindenstraße. Das leer stehende ehemalige Zentrum verfällt seitdem. 2014 wurde es vom Kreis an das Bebraer Unternehmen Horo für einen symbolischen Preis von insgesamt drei Euro verkauft, mit der Vertragsvereinbarung, das Gebäude bis 30. Juni 2016 abreißen zu lassen. Diese Frist wurde auf Antrag der Firma Horo seitens des Kreises bis 30. Juni 2018 verlängert. Die Gebäude sind inzwischen ausgeplündert und demoliert worden.  

Quelle: HNA

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