Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation (KfH) schließt seine Außenstelle am HKZ

Bald keine Dialyse mehr in Rotenburg

Rotenburg. Dialyse-Patienten aus dem Rotenburger Kreisteil müssen künftig zur Behandlung nach Bad Hersfeld fahren. Das Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation (KfH) schließt seine Außenstelle am HKZ in Rotenburg, vermutlich Mitte des Jahres.

Derzeit werden dort 34 Patienten betreut. Am Klinikum in Bad Hersfeld stünden ausreichende Behandlungsplätze zur Verfügung, die bei Bedarf noch ausgebaut werden könnten teilt das KfH mit.

Die Zahl der Dialyse-Patienten im Kreis sei seit Jahren gleichbleibend, erklärt KfH-Sprecherin Ilja Stracke. Eine Versorgung in Bad Hersfeld sei problemlos möglich. Die Patienten würden auch dort von den ihnen vertrauten Nephrologen Dr. Gisela Schieren und Dr. Roman Veith behandelt.

Dr. Michael Koch kritisiert auf Anfrage unserer Zeitung, dass die Entscheidung nicht mit dem Kreis abgestimmt wurde und kündigt Widerstand an. „Es kann nicht sein, dass Patienten aus dem Nordkreis künftig so weite Wege auf sich nehmen müssen – das ist nicht zumutbar“, sagt Koch. Er fordert das KfH auf, die Außenstelle in Rotenburg zu erhalten. Der Geschäftsführer des Klinikums Hersfeld-Rotenburg, Martin Ködding, sorgt sich auch um die Versorgung der stationären Patienten am HKZ. Herzpatienten, die zusätzlich der Dialyse bedürfen, wurden bisher auch von der Rotenburger Außenstelle betreut. (kai) 

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