Keine Auffälligkeiten in Urinproben

Arsen-Test: Grenzwerte in Richelsdorf nicht überschritten

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Das Flüsschen Weihe fließt durch Richelsdorf.

Richelsdorf. In Richelsdorf kämpfen die Einwohner mit den Altlasten aus dem Bergbau der Richelsdorfer Hütte, der vor über 50 Jahren eingestellt worden ist. Die Untersuchung von 44 der 600 Richelsdorfer Einwohner auf eine mögliche Arsenbelastung hin, hat jetzt ein erfreuliches Ergebnis gebracht. Die Urinproben wiesen keine Auffälligkeiten auf, was die Arsenbelastung angeht.

Das berichtete Zrinko Rezic von der Hessischen Industriemüll GmbH, die im Auftrag des Landes für die Sanierung in dem Wildecker Ortsteil zuständig ist.

„Bei den Urinproben ergaben sich keine Belastungen mit anorganischen Arsenverbindungen, die über der üblichen Belastung der Bevölkerung in Deutschland liegt“, betonte Rezic. Die Grenzwerte seien nicht überschritten worden. Es gab auch keine wesentlichen Unterschiede bei Personen, die auf belasteten und nicht belasteten Grundstücken wohnen. Einschränkend betonte Rezic aber, dass sich keine der Personen, die auf stark belasteten Grundstücken wohnen, an der Untersuchung beteiligt hat. „Es ist deshalb nicht ausgeschlossen, dass einzelne Bürger, die auf stark belasteten Grundstücken wohnen, auch stärker mit Arsen belastet sind.“

Für die Richelsdorfer, die sich an der Untersuchung beteiligt haben, sei das Ergebnis schon eine Beruhigung. „Sie haben mit hoher Wahrscheinlichkeit keine höheren Arsendosen über Jahre zu sich genommen“, sagte Rezic.

Trotzdem gibt es keine Entwarnung, was die belasteten Grundstücke angeht. Arsen sei ein Gift. Die bisherigen Verhaltensregeln gelten weiter. So soll man zum Beispiel auf keinen Fall auf stark belasteten Grundstücken Gemüse anbauen oder kleine Kinder spielen lassen.

Die 44 Richelsdorfer hatten sich auf freiwilliger Basis testen lassen. Sie wurden vom Kreisgesundheitsamt schriftlich über die Ergebnisse informiert.

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