Eröffnung am Sonntag

Ronshausen wird zur Adventszeit wieder zum Krippendorf

Krippen in allen Größen: Unser Bild zeigt Edeltraud Kötter und Eugen Balduf vor einer der Großkrippen an Station 10 des Ronshäuser Krippenweges, die sich auf dem Grundstück der Familie Wiedemann an der Großen Gasse befindet. In den Händen halten sie Krippen aus dem Erzgebirge aus den 1960er und 1920er Jahren sowie eine aktuell zusammengestellte, die neben vielen Krippen aus aller Welt in der Ausstellung im Haus des Gastes zu sehen sind.

Ronshausen. In Ronshausen ist das nahende Weihnachtsfest schon jetzt allgegenwärtig: Bereits zum achten Mal verwandelt sich der Ort in der Adventszeit in ein Krippendorf.

Überall beschert der Ronshäuser Krippenweg, der am Sonntag, 3. Dezember, parallel zum Weihnachtsmarkt im Haus des Gastes um 14 Uhr eröffnet wird, den Besuchern dann wieder Krippen in jeglicher Form und Größe.

Über 180 Exemplare aus den verschiedensten Ländern haben Eugen Balduf und Edeltraud Kötter in diesem Jahr zusammengetragen. An 46 Stationen im Ort – darunter fünfzehn mit überdimensionalen Großkrippen – werden sie gezeigt. Auch neue Stationen sind hinzugekommen – allesamt im neuen Krippenweg-Flyer für die Besucher zum Ablaufen auf einem Lageplan genau markiert (siehe Hintergrund unten).

Ein ganz bequemer Spaziergang verbindet die Hauptausstellungs-Objekte im Ortskern. Wer gerne weiter gehen möchte, kann die im Flugblatt, das auch ein Preisrätsel beinhaltet, eingezeichneten Krippen am Wegesrand erkunden und den Spaziergang zu einer kleinen Wanderung ausdehnen.

Krippen sind das Hobby von Eugen Balduf

Damit alles rechtzeitig fertig wird, sind der 76-jährige Eugen Balduf und seine 66-jährige Frau Edeltraud Kötter zurzeit eifrig am Wuseln. Ausstellungsstücke müssen geschleppt werden, Goldpapier wird dekoriert und alles für die Bild- und Tonaufführung wird liebevoll platziert und vorbereitet.

„Krippen sind nun mal mein Hobby“, sagt Balduf. 70 Prozent seiner Ausstellungsstücke sind selbst gebaut – den Rest hat er aus aller Welt hinzugekauft. „Aber eine individuelle Handschrift bekommen sie alle von mir – sei es durch Umbau oder durch selbst gemalte Hintergrundbilder“, sagt der Ronshäuser.

Auf sein Hobby gekommen ist Balduf, als er selbst eine Krippenausstellung besucht hat. „Die hat ihm so imponiert, dass ich ihm danach einen Krippenbau-Kurs geschenkt habe“, erinnert sich seine Frau. Das war 2008. Den ersten Krippenweg von Balduf mit damals 30 Krippen und 21 Stationen gab es dann zwei Jahre später.

Seitdem ist die Veranstaltung von Jahr zu Jahr gewachsen, und immer hat sich das Paar neue Attraktionen einfallen lassen. In diesem Jahr ist es eine Sammlung von Krippen aus dem Erzgebirge, die von den frühen 1920er Jahren über die 1960er DDR-Zeit bis hin zu aktuellen Stücken, die beide von einer Urlaubsfahrt dorthin in diesem Jahr mitgebracht haben, reicht.

Kometen zur Beleuchtung

Seit der vierten Auflage gehört die „Zeitreise durch die Weihnachtsgeschichte in Bild und Ton“ dazu. Die eindrucksvolle Inszenierung der Geschichte von Jesu Geburt findet 20 Minuten vor jeder Führung in einem abgedunkelten Raum im Obergeschoss im Haus des Gastes statt.

Am Eröffnungstag, 3. Dezember, ist sie von 14 bis 18 Uhr dort zu jeder vollen Stunde zu sehen. „Wenn das Licht danach wieder angeht und es sind Tränchen bei den Zuschauern gekullert, dann wissen wir, wir waren gut“, sagen Balduf und Kötter.

Um die Weihnachtsstimmung im Ort noch zu unterstützen, hat die Gemeinde drei große Weihnachtsbäume zusätzlich für den Krippenweg aufgestellt. Zudem werden auch wieder die großen Kometen zur Straßenbeleuchtung aufgehängt. Sie sollen entlang des Krippenweges wieder für die passende Beleuchtung sorgen, sagt Ronshausens Bürgermeister Markus Becker. Der Bürgermeister ist froh über den Krippenweg, der Ronshausen zur Advents- und Weihnachtszeit zu einer besonderen Attraktion macht.

Hintergrund: Zwei Kilometer durch den Ort

Der Krippenweg wird von Sonntag, 3. Dezember, bis Samstag, 6. Januar, präsentiert. Ausgestellt werden die Krippen in der Barockkirche, im Haus des Gastes, in Geldinstituten, Gaststätten, Geschäften, Hauseingängen, Höfen und in den Fenstern der Anwohner des Weges. Die mittelalterliche romanisch-gotische Wehrkirche ist täglich in der Zeit von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Krippenweg beginnt und endet beim Haus des Gastes an der Eisenacher Straße 20 bis 22. Die Gesamtlänge beträgt etwa zwei Kilometer. Für Einzelpersonen ist der Anschluss an eine bereits angemeldete Führung möglich. Führungen kosten ab 3,50 Euro pro Person und dauern etwa zwei Stunden. Die Flyer mit der Wegbeschreibung liegen im Haus des Gastes, im Bürgermeisteramt und in allen Geschäften von Ronshausen aus. Mit einer Führung auf dem Krippenweg gehen die Besucher zu Beginn auf eine Zeitreise durch die Weihnachtsgeschichte in Bild und Ton im Haus des Gastes. Die Zeitreise, die 20 Minuten dauert, kann aber auch separat ohne Führung im Internet gebucht werden: www.ronshausen-touristik.de 

Weitere Informationen und Kontakt: Eugen Balduf und Edeltraut Kötter, Telefon 0 66 22/58 02, E-Mail: koetter-balduf@web.de

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