Einmal neu und frisch

Rewe-Markt in Rotenburg öffnet am 9. August im neuen Gebäude

Spezialitäten aus Russland: Tim Mohr räumt noch ein wenig im gut gefüllten Regal mit Waren, die man in Deutschland oft nicht kennt. „Wir haben viele Kunden mit russischen Wurzeln“, sagt er. „Dem tragen wir mit dem Angebot Rechnung.“ Fotos: Schäfer-Marg

Rotenburg. Die Bauzeit hat ein Ende, am 9. August soll der neue Rewe-Markt an der Kasseler Straße in Rotenburg eröffnet werden. Für Markt-Betreiber Tim Mohr (32) und sein 34-köpfiges Mitarbeiterteam läuft der Endspurt für die Bestückung des Marktes.

Eigentümer und Bauherr des neuen Marktes ist der VR-Bankverein Hersfeld-Rotenburg. Das Geldinstitut hat fünf Millionen Euro investiert, Mieter ist die Rewe-Gruppe. Und die hat ihr Konzept 2020 zur Grundlage des Baus gemacht. Man spricht vom frischezentrierten Vertriebskonzept für den Vollsortimenter.

Frische – die ist es auch, die Tim Mohr begeistert: Bio-Produkte, täglich selbst hergestellte Salate, eine Salatbar mit selbstständig funktionierender Abdeckung, an der man sich seine grüne Mahlzeit zusammenstellen kann – und „das Herzstück“, wie Mohr sagt, eine große Bedienungstheke für Käse und Fleisch, gehören dazu. Es gebe einen guten Mix aus regionalen und überregionalen Erzeugern, deren Produkte zum Rewe-Angebot zählen. Mohr nennt Wurst aus Seifertshausen, Eier und Nudeln aus Heinebach oder Geflügel aus Bad Hersfeld.

Frische abgepackte Produkte findet man in einer großen Kühlschrankwand. Damit die Kunden, besonders die nicht so groß gewachsenen, nicht am oberen Regal scheitern müssen, hat der Marktbetreiber ein umlaufendes Podest in Auftrag gegeben, das den bequemen Zugriff auf die Produkte ermöglichen soll.

Täglich ein Stück weniger Baustelle: Tim Mohr vor dem neuen Rewe-Markt, dessen Freifläche noch fertig gepflastert wird.

Das, was früher unter Nischenprodukt lief, ist heute alltäglich gefragt und wird entsprechend in den Regalen gewürdigt: Gluten- und Lactosefreies und Veganes gehören dazu. Neu auch: Bereits gekühlte Getränkekisten können sich die Kunden aus einem Kühlraum holen.

Tim Mohr, der immer noch erstaunt und glücklich darüber ist, wie viele Kunden ihm in der schwierigen Bauphase treu geblieben sind, will den Einkauf für die Kunden so bequem wie möglich machen. Dazu gehört auch der Einkauf per App: Der Kunde kann seine Bestellung per Smartphone aufgeben und eine fertig gepackte Kiste zum Wunschtermin abholen und zahlen.

Viel Service benötigt auch viele Hände. Die Zahl der Mitarbeiter soll auf 40 aufgestockt werden, sagt Mohr. Allerdings: Gutes Personal ist schwer zu finden. Mohr hat seinen Betrieb für die Sparte „Beruf und Familie“ zertifizieren lassen, um für eine möglichst familienfreundliche Arbeitsatmosphäre zu sorgen.

Das Gebäude

Das neue Gebäude verbraucht laut Mohr etwa 40 Prozent weniger Energie als ein konventionell gebautes. Die Abwärme der Kühl- und Tiefkühlmöbel wird für die Raumheizung verwendet. Nur bei einem extremen Kälteeinbruch wird eine Wärmepumpe zugeschaltet. Im mit hellem Holz ausgestatteten Gebäude gibt es Tageslicht, ein automatisches Verdunkelungssystem sorgt aber dafür, dass keine Hitze eindringen kann. Für Licht sorgt außerdem ein LED-Beleuchtungssystem. Aufgrund der nachhaltigen Technik kann sich das Gebäude „Green Building“ nennen.

Die Gefrierfächer werden gefüllt: Roberto Lopes, rechts, hilft Tim Mohr beim Bestücken.

Mit ins Gebäude zieht auch wieder eine Filiale von „Guter Gerlach“ ein. Ein Café mit Innen- und Außenplätzen ergänzt deren Angebot.

Auch der VR-Bankverein nutzt die Lage seiner Immobilie an der Kasseler Straße (B 83) und hat im Bereich des Parkplatzes einen Pavillon mit Geldautomaten und Serviceterminal eingerichtet.

Quelle: HNA

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