Sofakonzert

Ein reisender Rockpoet in Rotenburg: Steve Folk spielte im Wasserkraftwerk

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Ein wahrer Barde im Wasserkraftwerk: Steve Folk trat in der Reihe Sofakonzerte am Wochenende in Rotenburg auf.

Rotenburg. Aus dem Schlosspark wummerte Weinfest-Musik über das Fuldawehr. In „Connys Strommühle“ aber begeisterten die leisen, handgemachten Töne von Steve Folks beim Sofakonzert.

Der in England lebende reisende Rockpoet präsentierte sich am Samstagabend mal sanft und verspielt („Seaside Town“), mal feierte er das Leben am und auf dem Wasser, mal stellte er in kräftigen Farben Lieblingsorte wie Amsterdam oder New York vor. 

Speziell für die Gastgeberin und ihren schönen „Spielplatz“ spielte er „My Green Rollercoaster“, und mit Leichtigkeit gelang es ihm, das Publikum zum Mitsingen zu animieren. Erst das gesamte „Wohnzimmer“, dann die Männer, anschließend die natürlich harmonischer singenden Frauen. 

Als er dann jedoch „die linke Seite“ aufforderte, wusste weder die eine, noch die andere Seite, ob gerade sie gemeint war. Der Barde war trotzdem angetan: „Really lovely!“

Beim Singen sind die Augen von Steve Folk fast immer geschlossen

Um die Liebe, vor allem die zu seiner Ehefrau, ging es auch, als er Baltimore und London besang, und mit viel Empathie die Erkenntnis, dass man sich für Geld nicht alles kaufen kann: „It’s You and I!“ Dazu passte der an George Michaels ersten Solo-Titel „Faith“ angelehnte Song, den er zu Beginn des Zugabe-Blocks servierte.

Das Publikum dankte es ihm mit herzlichem Applaus und in der Gewissheit, dass es schon bald ein Wiederhören mit dem fast immer mit geschlossenen Augen singenden, bescheiden und glaubwürdig auftretenden Folksänger geben wird.

Quelle: HNA

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