Die ganze Region macht mit

Red Castle Run in Rotenburg: Mehr als 30 Firmen machen mit

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Ein Paradebeispiel für das große Engagement heimischer Unternehmer: Bei der Firma Ben Pippert Metallverarbeitung entstehen die Röhren für das Gegenwind-Hindernis. Sie werden allerdings deutlich größer sein als die Röhre, die hier auf dem Plasmaschneider liegt. Beteiligt sind an diesem Hindernis auch die Hersfelder Firma Trox sowie die Lackiererei Malki und das Unternehmen GUT aus Bebra. Auf dem Foto zu sehen sind (von links) Ben Pippert, MER-Geschäftsführer Torben Schä fer und Lauf-Organisator Klaus Hartwig.

Der Hindernislauf Red Castle Run, der am 24. August in Rotenburg erstmals stattfinden soll, erfasst mehr und mehr die gesamte Region.

Über 30 Unternehmen aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg sind als Sponsoren dabei – als Geldgeber, Hindernisbauer oder Unterstützer zum Beispiel bei Verpflegungsstationen.

„Das hat eine Eigendynamik entfaltet, mit der ich in dem Ausmaß nicht gerechnet hatte. Mehrere Firmen sind schon von sich aus auf uns zugekommen. Es ist toll, zu sehen, was für ein Potenzial Waldhessen hat“, sagt Organisator Klaus Hartwig. Ein Paradebeispiel dafür ist die Gegenwind-Anlage, die im Schlosspark aufgebaut werden soll: Daran sind zwei Hersfelder und zwei Bebraer Firmen beteiligt.

Zieleinlauf mit Gegenwind erschweren

Hartwig hatte die Idee, den Zieleinlauf mit Gegenwind zu erschweren. Deswegen nahm er Kontakt zur Hersfelder Firma Trox auf, die unter der Marke X-Fans Ventilatoren herstellt. Dort fand man die Idee gut – um es den Läufern wirklich schwer zu machen, muss der Wind aber mit Röhren kanalisiert werden. „Wir wollen im Zieleinlauf natürlich, dass man die Läufer sehen kann. Deswegen verwenden wir da die Ventilatoren ohne Röhren“, erklärt Hartwig. Die Idee, den Teilnehmern den Gegenwind so richtig heftig entgegenzublasen, fand er aber so gut, dass er sie an anderer Stelle, nämlich im Schlosspark, in den Streckenverlauf aufnahm. Für den Bau der Röhren stellte die Firma Trox den Kontakt zur Firma Metallverarbeitung Ben Pippert her.

Der Chef des Drei-Mann-Betriebes war sofort begeistert. „Die Werbung ist für mich dabei nebensächlich. Ich finde, der Red Castle Run ist eine tolle Sache für die Region, deswegen helfen wir gerne“, sagt Pippert. Gleiches gilt übrigens auch für Trox, sagt dessen Geschäftsführer Christian Söllner. Die Heinz-Trox-Stiftung unterstützt regelmäßig soziale Projekte in der Region.

40 bis 50 Arbeitsstunden bei Firma Pippert

Bei der Firma Pippert wird die Fertigung der beiden Konstruktionen, die wie eine Hose aussehen, etwa 40 bis 50 Arbeitsstunden kosten. „Das Hindernis wird die Läufer in die Knie zwingen“, ist sich Hartwig sicher. Und zwar nicht nur, weil die acht Meter langen Röhren lediglich einen Durchmesser von 95 Zentimetern haben, sondern auch, weil der Gegenwind eine echte Herausforderung darstellen wird.

Sobald die Hosenstücke fertig sind, werden sie nach Bebra zur Lackiererei Malki gebracht, die dem Hindernis den passenden Anstrich geben wird. Malki kümmert sich im Tagesgeschäft eigentlich nur um Autos und hat keine Gerätschaften, um die beiden über 400 Kilo schweren Hosenstücke in seine Werkstatt zu bringen. Dabei hilft der Nachbar GUT (Gleisunterhaltungstechnik GmbH).

So soll es aussehen: Der vom Ventilator erzeugte Wind wird über zwei Übergangsstücke in zwei Röhren gelenkt – die müssen die Läufer durchqueren. Zwei dieser Konstruktionen werden im Schlosspark nebeneinander aufgebaut. Die Läufer haben also vier Röhren zur Auswahl. 

„Es ist der Wahnsinn, was die Firmen beim Hindernisbau alles für uns machen: Planung, Bereitstellung, Transport und Aufbau – und das alles neben dem Tagesgeschäft, fast immer auf eigene Rechnung“, sagt Hartwig. Weil gerade im Fall des Gegenwind-Hindernisses der Aufwand aber besonders hoch ist, kam die Marketing- und Entwicklungsgesellschaft Rotenburg (MER) ins Spiel.

Sie beteiligt sich an den Kosten und darf dafür im Eingangsbereich des Hindernisses für das diesjährige Annotopia-Festival werben. Zugleich ist die MER auch Initiator und Auftraggeber der Veranstaltung, die die Neuensteiner Sportagentur Speed ausrichtet, bei der auch Klaus Hartwig angestellt ist. MER-Geschäftsführer Torben Schäfer sagt: „Es war von Anfang an unser Ziel, mit der Veranstaltung die Alleinstellungsmerkmale Rotenburgs zu präsentieren – aber auch, dass die gesamte Region profitiert. „Und man sieht: es läuft richtig gut“, so Schäfer.

Bislang haben sich 700 Läufer für den Lauf angemeldet – das Ziel sind 1000 Teilnehmer. Schäfer hofft bei der Premiere des Red Castle Runs auf einen guten Start. „Nächstes Jahr soll es dann eine richtige Bombe werden.“

Anmeldung

Die zweite Anmeldephase für den Red Castle Run endet am morgigen Freitag, 31. Mai. Danach steigen die Teilnehmerbeträge. Derzeit betragen sie 12 Euro für die 4-Kilometer-Runde, 55 Euro für die 8-Kilometer-Runde und 65 Euro für die 16-Kilometer-Runde.

red-castle-run.de/anmeldung

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