Einziger Kandidat bei Wahl am 8. Juli 

Einer, der nicht abhebt: Ralf Hilmes will zum dritten Mal Bürgermeister in Nentershausen werden 

Eine besonders wichtige Stütze für Bürgermeister Ralf Hilmes ist seine Frau Ute Griesche: Sie sorgt dafür, dass ihre Berufe und die Familie unter einen Hut passen. Auch zuhause packt er mit an, wo immer es geht. So ist er zum Beispiel für das Gießen der Pflanzen im Garten zuständig. Auch um „seine“ Tomatenstöcke kümmert er sich. Den Rasen mäht sie seit vielen Jahren. 

Nentershausen. Am 8. Juli wählt Nentershausen wieder einen Bürgermeister. Antreten wird dann Ralf Hilmes, ohne Gegenkandidaten. Seit elfeinhalb Jahren ist er im Amt - und hat einiges erlebt und erreicht. 

Im Kleiderschrank von Ralf Hilmes hängen keine langärmligen Hemden. „Sie können gern nachschauen, wenn Sie es nicht glauben“, sagt er und lacht. Der Nentershäuser Bürgermeister hat genügend innere Hitze und fühlt sich mit kurzen Ärmeln wohler.

„Langärmlig wirkt sicher eleganter“, denkt er an diesem Vormittag im liebevoll gestalteten Wintergarten seines Hauses laut nach. Neben ihm auf dem Sofa hat es sich seine Frau Ute Griesche bequem gemacht. „Kurze Ärmel wirken eher sportlich und zupackend“, führt er seine modischen Überlegungen weiter.

Und „zupackend“ ist sicher auch der Begriff, der seine Arbeit als Bürgermeister in der Gemeinde Nentershausen am besten umschreibt. Seit elfeinhalb Jahren ist er dort der Chef der Verwaltung. Am Sonntag, 8. Juli, steht wieder eine Bürgermeisterwahl in der Gemeinde an. Ralf Hilmes will sich an diesem Tag von den Bürgern in seine dritte Amtszeit schicken lassen.

Der Charakter

„Er ist verantwortungsvoll und beständig. Und was er sich vornimmt, setzt er auch um.“ So beschreibt Ute Griesche ihren Mann. „Im privaten Bereich, wenn zum Beispiel ein Zimmer tapeziert werden muss, dauert das Umsetzen manchmal ein bisschen länger“, erzählt die Nentershäuserin und schmunzelt. Ralf Hilmes liebt seinen Job. Und er braucht das auch: Die bis zu 70 Stunden Arbeit pro Woche. Den Stress. Die engagierte Diskussion. Das direkte Wort. Die harten Nüsse, die geknackt werden müssen. Das Gefühl, vorangekommen zu sein. „Für meine Bürger bin ich Tag und Nacht erreichbar“, sagt er. Selbst die wenigen ernsthaften Kritiker, die er hat, würde er gern noch umstimmen. Überzeugen. Auf seine Seite ziehen.

„Die Zeit als Bürgermeister ist für mich beruflich die größte und schönste Herausforderung, die ich in meinen 36 Arbeitsjahren erleben durfte“, betont der 53-Jährige. Und er hat ohne Frage gemeinsam mit Verwaltung, Parlament und weiteren engagierten Bürgern eine Menge erreicht für Nentershausen. Viele reden von „liebenswerter Gemeinde“. Nentershausen ist es.

Die Konkurrenz

Ein Konkurrent, der es bei der Bürgermeisterwahl gegen ihn aufnehmen will, hat sich nicht gefunden. Schon die Wahl vor sechs Jahren war ein Soloauftritt. Wahlkampf macht er trotzdem – mit Flyern und Plakaten. Die rote Hochburg Nentershausen hat der Kandidat Ralf Hilmes, den die SPD erneut ins Rennen geschickt hat, fest im Griff.

Das Fundament

Eine zentrale Rolle in seinem Leben spielt seine Ehefrau Ute Griesche, die als Krankenschwester am Klinikum in Fulda arbeitet. „Ein ganz wichtiger Baustein in meinem Leben“, sagt er. „Das Fundament“, sagt sie. Bei vielen offiziellen Terminen ist sie gern an seiner Seite. Und sie sorgt auch dafür, dass Beruf und Familie unter einen Hut passen.

Ein Blick in den Alltag: Ute Griesche und Ralf Hilmes sägen einmal im Jahr Holz im Wald für ihren Holzofen und transportieren es mit dem Auto ab. Foto: Ralf Hilmes/nh

Ralf Hilmes hat keine Ruhe, sich am Abend gemeinsam mit seiner Frau einen Film anzuschauen. „Aber ich habe gelernt, dass gemeinsame Stunden, gemeinsame Momente sehr wichtig sind“, erzählt er. So unternimmt das Ehepaar seit einiger Zeit immer wieder mal eine Tour mit den E-Bikes, natürlich auch auf dem schönen neuen Radweg Richtung Sontra.

Die Schwächen

Hilmes vielleicht größte Schwäche ist, dass er nicht „Nein“ sagen kann. Das muss er noch üben. Und er muss wohl auch noch lernen, manchmal ein bisschen mehr Geduld aufzubringen, wenn es um die Umsetzung von Ideen geht.

Die Leidenschaft

Ralf Hilmes war schon immer bodenständig und ist es auch als Bürgermeister geblieben. Er ist verwurzelt in Nentershausen, seit er auf der Welt ist. „Selbst mir zuliebe hätte er diesen Ort nie verlassen“, sagt seine Frau Ute Griesche. Und wenn er auch nicht für sich in Anspruch nimmt, immer alles richtig zu machen, spürt man in allem, was er tut, seine Leidenschaft für seine Heimatgemeinde und die Menschen dort.

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