Stadt plant Rodung

Pappelhain zwischen Blankenheim und Bebra soll heimischen Bäumen weichen

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Am Lämmerberg: Das Foto zeigt den Weg mit Blickrichtung Weiterode. Links die Bootsanlegestelle an der Fulda, rechts oben am Hang verlaufen die Bahngleise.

Bebra. Der Pappelhain rechts der Fulda vor Weiterode/Ulfenmühle ist von der Bahn schon gelichtet worden. Auch die Stadt Bebra will weitere Bäume fällen.

Voraussetzung dafür ist, dass der Naturschutz dies wieder erlaubt. Zwischen Blankenheim und Bebra habe sich auf 1,7 Kilometern am Wirtschafts- und Radweg ein ganzer Pappelhain gebildet, erklärt Bürgermeister Uwe Hassl. Der Lämmerberg zwischen dem Weg und den oben gelegenen Gleisen war Bahngelände, auf dem die Bahn nach der Erklärung Hassls Pappeln und Eichen gepflanzt hatte.

Die Eichen wurden für Schwellen benötigt, das Pappelholz für Unterlegkeile zwischen Schiene und Schwelle. Die Bahn habe hier eine eigene Holzwirtschaft betrieben, sagt Hassl.

Wegen des Einsatzes von Betonschwellen trenne sich die Bahn nun aber von ihren Waldbeständen. Das Unternehmen hatte bei der Unteren Naturschutzbehörde einen Antrag auf Rodung gestellt. 

Die Wurzeln der Pappeln sorgen für Schäden am Asphalt

Auch zwischen dem Weg und der Fulda stehen noch Pappeln, die stellenweise Wurzelschäden am Asphalt verursacht haben. „Das müsste auch gemacht werden“, erklärt der Bürgermeister. Jede zweite bis dritte Pappel müsse weg.

Nach Auskunft von Hassl hat die Bahn ihre Rodungsarbeiten bereits beendet. Im November/Dezember will nun die Stadt nachziehen. Jeder Baum werde begutachtet und befahren, nachgesehen, ob dort Vögel lebten. 

Zwei Jahre später werde man erneut Pappeln herausnehmen, um einen anderen Bewuchs zu ermöglichen. Die Pappelallee solle einer anderen Allee mit heimischen Hölzern weichen, zum Beispiel Hainbuchen, die nicht so hoch wie Pappeln werden, erklärt Bürgermeister Hassl.

Quelle: HNA

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