50. Karnevalsjahr

Obersuhler Weiberfasching: Vier Stunden flotte Fete

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99 Luftballons und Begeisterung pur: Das Obersuhler Bürgerhaus „kochte“ bis kurz nach Mitternacht. 

Die Obersuhler haben nicht zu viel versprochen. Der Weiberfasching war mal wieder eine glanzvolle Show bis nach Mitternacht. 

Zweimal elf Programmpunkte, am 20.02.2020 zum elften Mal präsentiert von drei Elferratsmitgliedern – vier Stunden und elf Minuten lang. Funkenmariechen, Balletttänzerinnen, Gardetänzerinnen, Showtänzerinnen, Männerballettartisten, Musiker. Begeisterung, Zugabe-Rufe, Riesenstimmung und ein Riesenfinale. Was kann es Schöneres geben als Weiberfastnacht in Obersuhl?

Beim Highlight-Happening der Region ging es mit Helene Fischer, die zusammen mit einer tollen Truppe eine wunderbare Show präsentierte, von Anfang an in die Vollen. Der Clou: Helene war nicht ganz echt, vom anderen Geschlecht sogar, aber einfach genial. Florian Kießling aus Etterwinden, Deutschlands einziges männliches, ständig ausgebuchtes Helene-Fischer-Double, verlieh ihr stilvoll tanzend und singend Anmut und Grazie, Atemlosigkeit und Herzbeben, und natürlich wurde er – wie sollte es bei seiner Figur anders sein – von den anwesenden Damen und Herren –frenetisch gefeiert. Aber nicht nur er.

Die „echte“ Helene Fischer kann’s nur unwesentlich besser: Florian Kießling verzückte die Narhalla.

Am Donnerstagabend, im 50. Karnevalsjahr des Obersuhler Carneval-Vereins (OCV), stimmte einfach alles. Die Funkenmariechen aus Obersuhl und Ronshausen versprühten jugendlichen Charme und verausgabten sich, und die schon etwas älteren Girls taten es ihnen nach. Angefangen bei den „Girls on Fire“ aus Dippach, der „Schinkenriege“ aus Obersuhl, den „Showgirls“ aus Dankmarshausen, der Gruppe „It’s Showtime“ aus Berka, den Gruppen „Camouflage“ aus Obersuhl und „Levitation“ aus Sontra bis hin zur Damentanzgruppe aus Gospenroda, die ganz in Grün erschien und mit ihren beiden Jungs „Cordula Grün“ hochleben ließ und im festlich geschmückten Bürgerhaus „I am Looking for Freibier“ johlte.

Für begeisternde Balletttänze sorgten das KCV-Mädchenballett mit „Major Tom“ aus Ronshausen, das Damen- sowie das Mutti-Ballett aus Untersuhl/Gerstungen, und wer noch nicht wusste, wie gut die mit drei Jungs verstärkte OCV-Präsidentengarde ist, der wurde von der gold-schwarz auftretenden und nach den Sternen greifenden Truppe aufgeklärt. Überhaupt die Jungs und die junggebliebenen Männer, die der verzückten Damenwelt am „unsinnigen Donnerstag“ die Herzen höher schlagen ließen: Es waren nicht nur die von der Prinzengarde aus Dippach, nein, es waren auch die vom Männerballett aus Untersuhl/Gerstungen, das OCV-Weiberfastnachtsfunkenpärchen und natürlich die „Sexy Bellies“, das OCV-Männerballett mit dem unvergleichlichen Steffen „Rimbo“ Rimbach.

Für musikalische Highlights sorgten die OCV-Fanfaren und die „Ladybug Band“, die nach der ersten Zugabe „Ich bin a Dorfkind“ mit „Hulapalu“ eine zweite draufsetzte. Anders war die Begeisterung nicht zu stoppen, die kurz nach Mitternacht einmündete in das große Finale, das die überraschend aufgetauchten WSGS-Urgesteine Hans-Werner Weber, Manfred Strube, Bernd Gliem und Bernd Steube echt kölsch mit „Da simmer dabei“ krönten. 

Obersuhler Weiberfastnacht wurde bis weit nach Mitternacht gefeiert

Quelle: HNA

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