Obersberg-Chor auf Konzertreise in Namibia: Bann der roten Düne

Stille. Hitze. Scheinbar lebensfeindliches Nichts: Und dabei so schön – die Namib.

Namibia. Eine der überwältigenden Naturschönheiten Afrikas, das Dünensystem am Sossusvlei, wird zum grandiosen Erlebnis für den Chor der Modell- und Gesamtschule Obersberg. „Atemberaubend“, schreibt Markus Pfromm in seinem Reisetagebuch.

Ein Moment absoluter Stille

Marisa Linß hebt ihre Arme. Seid mal alle ganz ruhig, bittet sie. Es folgt ein Moment unglaublicher, nie für denkbar gehaltener Stille. Kein Zirpen, kein Rascheln. Nichts. Nur der rostrote Sand, die sengende Hitze und jeder ganz bei sich, völlig verschwitzt, die lebenserhaltende Wasserflasche in der Hand. Minuten zuvor ausgelassenes Toben.

Nach beschwerlichem Aufstieg auf die fast 300 Meter hohe Wüstendüne stürzen wir uns stapfend eine Seitenflanke hinab, die es mit jeder schwarzen Skipiste aufnehmen kann. Von dieser wunderbaren jugendlichen Freude lasse ich mich einfach mit nach unten reißen. Hier. Jetzt. Leben pur.

Gehören zusammen

Was die Wüste mit uns macht? Irgendwie gehören wir jetzt noch viel mehr zusammen, begeistert sich Lisann Haßler. Ja. Auch ich gehöre jetzt wie selbstverständlich dazu. Und traue mich sogar mitzusingen, als Jaqueline Hartwig auf dem Rückweg mit unserer Jeep-Besetzung das afrikanische Trinklied „Amarula“ anstimmt. Unser Fahrer Bop, elektrisiert und tief geehrt, schafft es, gleichzeitig mitzusingen, auf dem Fahrersitz zu tanzen und mit uns klatschend durch ein ausgetrocknetes Flussbett dem Sonnenuntergang in der leuchtenden Namib entgegen zu brettern. Das Leben ist schön.

Obersberg-Chor: Auf Schotterpisten in die Namib-Wüste

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