Festgottesdienst

Oberin Caren Hünlich verlässt Rotenburger Kreiskrankenhaus

Frau Oberin Caren Hünlich: Sie trägt die Brosche der Schwesternschaft. 

Rotenburg. Frau Oberin Hünlich – so ist die korrekte Ansprache für Caren Hünlich, die seit 15 Jahren Oberin am Kreiskrankenhaus (KKH) in Rotenburg ist.

Am Freitag geht die Oberin und Pflegedirektorin in den Ruhestand. Nach 45 Jahren im Dienst der Schwesternschaft sei der richtige Zeitpunkt gekommen, sagt Frau Oberin.

Zu den Diakonieschwestern ist sie im Alter von 17 Jahren mehr zufällig gekommen, als sie eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester absolvieren wollte. Das war ihr Berufswunsch, solange sie denken kann. Doch dabei sollte es nicht bleiben.

15 Jahre Rotenburg

Die junge Frau schloss noch eine Krankenpflegeausbildung an und unterrichtete bald selbst an ihrer ehemaligen Ausbildungsstätte in Fürth angehende Kinderkrankenschwestern. Es folgte eine Weiterbildung zur Leitung und Lehrkraft für Pflegeberufe, Stationen in Berlin, Oldenburg und Frankfurt, Reutlingen, Fürth und zuletzt 15 Jahre Rotenburg. „Durch die Schwesternschaft bin ich immer unterwegs gewesen“, blickt die Oberin zurück, sie fühlte sich aber stets in der Gemeinschaft aufgehoben.

Auch in Rotenburg unterrichtete sie den Pflegenachwuchs, kümmerte sich um die Diakonieschwestern – einschließlich der pensionierten – im Bezirk Rotenburg, der bis Weimar und Erfurt reicht. Etwa die Hälfte der 140 Schwestern am KKH Rotenburg gehört der Schwesternschaft an.

Zu den Aufgaben der Oberin gehört es auch, ein Augenmerk auf die Atmosphäre im Haus zu haben, die Menschen im Blick zu behalten, Geburtstage zu würdigen, an erkrankte Mitarbeiter zu denken. Zu Ostern und Weihnachten finden die Patienten kleine Grußkärtchen auf ihren Essenstabletts. Die großen Feste sind es auch, an die die Oberin besonders gerne zurückdenkt, zum Beispiel die Feier zu 50 Jahren KKH im Jahr 2004. Einander außerhalb der Arbeit zu begegnen und zusammen zu feiern, ist ihr wichtig.

An zahlreichen Kliniken, an denen sie wirkte, gehörte stete Bautätigkeit zum Alltag. Auch als sie in Rotenburg anfing, befand sich der Anbau im Rohbau, jetzt steht die Eröffnung des sanierten B-Flügels bevor.

Nach vielen Jahren an immer wechselnden Wirkungsstätten will Caren Hünlich nun im Ruhestand in Rotenburg bleiben. Sie schätzt die Stadt, in der sie zusammen mit ihrer pflegebedürftigen Mutter lebt, auch wegen der zentralen Lage in Deutschland. Die Aufgaben der Oberin wird künftig Karla Krause-Heid übernehmen – zusätzlich zur Personalleitung, Schwester Christina Harthausen wird Pflegedirektorin. Frau Oberin Hünlich wird im Ruhestand dann Frau Hünlich sein.

Ein Festgottesdienst aus diesem Anlass findet am heutigen Freitag, 29. Juni, ab 11 Uhr in der Jakobikirche in Rotenburg statt. Außerdem wird an diesem Tag der sanierte B-Flügel im KKH eröffnet.

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