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Neues Feuerwehrhaus in Baumbach beim Gemeindefeuerwehrtag offiziell eingeweiht

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Von: Wilfried Apel

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Neues Feuerwehrhaus in Baumbach feierlich eingeweiht: Mit dabei waren (von links) Daniel Werner, dessen Vater Thomas, der stellvertretende Wehrführer Dirk Heusner und Wehrführer Frank Moog.
Neues Feuerwehrhaus in Baumbach feierlich eingeweiht: Mit dabei waren (von links) Daniel Werner, dessen Vater Thomas, der stellvertretende Wehrführer Dirk Heusner und Wehrführer Frank Moog. © Wilfried Apel

Strahlende Gesichter sah man am Wochenende beim Gemeindefeuerwehrtag in Baumbach, wo nicht nur das neue Feuerwehrhaus in Betrieb genommen wurde, sondern auch zwei neue Fahrzeuge übergeben wurden.

Baumbach – Es war wie immer, wenn ein neues Feuerwehrhaus in Betrieb genommen wird. Das Gebäude ist bestens eingerichtet, die Feuerwehrkameraden haben es sich auf Holzbänken auf ihren Plätzen bequem gemacht, die Ehrengäste bereiten sich auf ihre Ansprachen vor, alle sind stolz auf das Erreichte. Nicht anders war es am Samstagnachmittag in Baumbach.

Wenn da nur nicht Gemeindebrandinspektor Bernd Hildebrand allen Anwesenden bei der Begrüßung zugerufen hätte: „Schön, mal wieder ein volles Haus zu haben“, und dann auch noch mit einem Augenzwinkern hinzugefügt hätte: „Es wurde ja auch Zeit, dass alles zu einem Ende kommt.“

Damit deutete er an, dass aus den verschiedensten Gründen lange über den Standort des Feuerwehrhauses diskutiert, geplant, neu geplant, gebaut, corona-bedingt pausiert, allen Einschränkungen zum Trotz letztendlich aber ein Haus errichtet worden ist, das sich sehen lassen kann: „Wir sind ein Riesenstück vorangekommen!“ Das an das Bürgerhaus angebaute Gebäude sei abgestimmt auf die Bedürfnisse der Gemeinde, es diene der Sicherheit der Bürger, und deshalb werde es auch den Bürgern übergeben, so Hildebrand. Ein klein wenig kurios sei gewesen, dass das am Samstag mit einem Mannschaftstransportwagen ebenfalls offiziell übergebene neue Löschfahrzeug „schon vor der Unterkunft dagewesen“ sei.

Bei der Schlüsselübergabe: Bürgermeister Jochen Schmidt (von links), Architekt Albert Heß, stellvertretender Wehrführer Dirk Heusner, Altbürgermeister Georg Lüdtke, Wehrführer Frank Moog, Landrat Torsten Warnecke, Gemeindebrandinspektor Bernd Hildebrand und Kreisbrandmeister Holger Möller.
Bei der Schlüsselübergabe: Bürgermeister Jochen Schmidt (von links), Architekt Albert Heß, stellvertretender Wehrführer Dirk Heusner, Altbürgermeister Georg Lüdtke, Wehrführer Frank Moog, Landrat Torsten Warnecke, Gemeindebrandinspektor Bernd Hildebrand und Kreisbrandmeister Holger Möller. © Wilfried Apel

Dankenswerterweise habe man es 516 Tage lang bei der Baumbacher Firma Wagner unterstellen können und auch bei der Einweisung habe man trotz erschwerter Bedingungen Wege gefunden, um das Fahrzeug „händeln“ zu können. „Wir können nicht in einen Einsatz fahren, ohne dass alles klappt, und deshalb war das Ganze eine Riesenherausforderung für uns. Aber die Kameraden haben es super hingekriegt!“ Ähnlich äußerte sich Baumbachs Wehrführer Frank Moog, der die Ausführungen Hildebrands mit weiteren Einzelheiten abrundete und abschließend resümierte: „Das Ergebnis kann sich sehen lassen.“

Landrat Torsten Warnecke überbrachte die Grüße der Kreisgremien. Der Bad Hersfelder hob hervor, dass in Alheim nachhaltig geplant werde, und dass man stolz darauf sein könne, dass die Mannschaft der FFW Erdpenhausen beim Kreisleistungsentscheid am besten abgeschnitten habe. Bürgermeister Jochen Schmidt überreichte Wehrführer Frank Moog zum Einzug in das neue Feuerwehrgebäude Brot und Salz, ehe er es als Ausgangspunkt für Sicherheit und Treffpunkt für Gemeinsamkeit charakterisierte und den Feuerwehrleuten für ihren Idealismus und ihre ständige Einsatzbereitschaft dankte.

Die neuen Fahrzeuge überzeugen: Um Nachwuchs für die Kinder- und Jugendfeuerwehr braucht man sich in Baumbach offensichtlich keine Sorgen zu machen.
Die neuen Fahrzeuge überzeugen: Um Nachwuchs für die Kinder- und Jugendfeuerwehr braucht man sich in Baumbach offensichtlich keine Sorgen zu machen. © Wilfried Apel

Architekt Albert Heß bezeichnete sich, bevor er den symbolischen Feuerwehrhaus-Schlüssel an Bürgermeister Schmidt übergab, scherzhaft als denjenigen, der „das Ganze so lange hingezogen“ habe. Der Neuensteiner schilderte aber auch, wie man mit dem Anbau versucht habe, das Ortszentrum zu stärken, Höhenunterschiede anzupassen, „gut“ zu bauen und so, dass „fast alles rollstuhlgerecht“ nutzbar ist. Alles in allem habe man 1500 Kubikmeter umbauten Raum und 335 Quadratmeter nutzbare Fläche geschaffen.

Weitere Gruß- und Dankesworte sprachen der stellvertretende Baumbacher Wehrführer Dirk Heusner, der auch auf die Beschaffung und die Technik der neuen Fahrzeuge einging, Kreisbrandmeister Holger Möller und Kreisjugendfeuerwehrwart Stephan Albracht. Während Möller den Hergershäuser Lars Apel mit dem Silbernen Brandschutzehrenzeichen am Bande auszeichnete, hatte Albracht eine ganz besondere Überraschung für den Baumbacher Brandmeister Thomas Werner im Gepäck. Für sein Engagement für die Jugendfeuerwehrarbeit, aber auch darüber hinaus, erhielt Werner die Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr in Gold.

Die Übergabe des Feuerwehrhauses bildete den Auftakt zum zweitägigen Gemeindefeuerwehrtag. Am Samstagabend wurde mit Musik und Feuerwerk gefeiert, am Sonntag waren alle eingeladen zum Blaulichtgottesdienst, zur Ehrenamtsmeile und zur Teilnahme an Schauübungen der Kinder- und Jugendfeuerwehr. (Wilfried Apel)

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