Pilotprojekt: VR-Bankverein baut 24 Appartements

Neue Wohnstätte in Bebras Innenstadt

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Noch frei: Die Baufläche für neue Wohnstätte in Bebra.

Bebra. Der VR-Bankverein baut in Bebra an der Friedrichstraße noch in diesem Jahr eine neue Wohnstätte für behinderte Menschen und wird diese dann an die Sozialen Förderstätten vermieten. Abgestimmt ist das alles mit dem Kostenträger, dem Landeswohlfahrtsverband (LWV).

Von einem Pilotprojekt sprechen Alfred Schüler, Geschäftsführer der Förderstätten, und Hartmut Apel vom VR-Bankverein. Der Standort sei ideal mitten in der Innenstadt und trage dem Gedanken der Inklusion Rechnung. So sind die Geschäfte, das Einkaufszentrum, Gaststätten und Cafés ebenso wie der Bahnhof in ein paar Schritten zu Fuß zu erreichen.

Es entstehen Appartements mit Bad für 24 Bewohner und zwei Plätze für Kurzzeitaufenthalte. Dabei handelt es sich um einen Wohnersatzbau, heißt es vonseiten der Förderstätten. So wohnen derzeit am Wasserturm in Bebra 48 Menschen mit Behinderung teilweise in Doppelzimmern, zwei Plätze stehen für kürzere Zeiträume zur Verfügung.

Doppelzimmer sind nach heutigen Vorstellungen nicht mehr angemessen für die älter werdenden Bewohner, von denen viele nicht mehr arbeiten. So geht es auch darum, Räume für die sogenannte Tagesstruktur zu schaffen, wo die Menschen Beschäftigung finden. Die Hälfte der Bewohner am Wasserturm soll nach Fertigstellung des neuen Gebäudes in der Innenstadt dorthin umziehen. Im Anschluss soll die Wohnstätte am Wasserturm so umgebaut werden, dass sie den neuen Anforderungen gerecht wird.

Landrat Dr. Michael Koch betonte als Vorstand die kreisweite Bedeutung der Sozialen Förderstätten: „Ich freue mich für die Menschen, deren Leben und Alltag wir mit dieser Baumaßnahme verbessern können. Hier wird nicht nur über Inklusion geredet – hier wird sie gelebt.“ (ank)

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