Für Anwohner ändert sich nichts

Neue Pläne für Windpark: Abowind verschiebt Standorte der Windkraftanlagen

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Für die Bürger ändern die jetzt erneut korrigierten Pläne für den Windpark Nentershausen nichts: Die Fotomontage der Firma Abowind zeigt den Blick von der Richelsdorfer Ortsmitte auf die geplanten Anlagen.

Nentershausen/Wildeck. Abowind will in Hersfeld-Rotenburg sechs Windkraftanlagen bauen. Den  Antrag hat das Unternehmen nun erneut geändert.

Das Genehmigungsverfahren für den geplanten Windpark Nentershausen geht in die nächste Runde. Abowind will sechs Windkraftanlagen bauen - fünf auf dem Gebiet der Gemeinde Nentershausen und eine auf dem Gebiet der Gemeinde Wildeck. 

„Das Regierungspräsidium Kassel hatte uns nach Prüfung unserer Antragsunterlagen Ende 2017 um die geringfügige Verschiebung von drei der sechs beantragten Windkraftanlagen gebeten“, teilt die Pressesprecherin von Abowind, Lena Fritsche, auf Anfrage mit.

Für die Verschiebung habe es verschiedene Gründe gegeben. „Bei einer Anlage gab es Hinweise auf das Vorkommen von Hügelgräbern. Bei einer weiteren wird durch die Verschiebung ein alter, hochwertiger Baumbestand geschont, der neue Standort betrifft nun einen forstwirtschaftlich genutzten, jüngeren Bestand“, betont Abowind. Die dritte Anlage wurde verschoben, um den Abstand zu einem Rotmilanrevier zu vergrößern.

Zuwegung geändert

„Außerdem haben wir die Planung der Zuwegung leicht verändert, auch hier um einen hochwertigeren Baumbestand zu schützen, und die nötigen Rodungen auf weniger hochwertige Bestände zu begrenzen. Es werden vorwiegend bereits bestehende Wege genutzt“, erläutert Pressesprecherin Fritsche.

Alle Gutachten seien auf die neuen Planungen angepasst und eingereicht worden. Das Unternehmen wartet jetzt auf den Bescheid über die Vollständigkeit der Unterlagen. Abowind geht davon aus, dass das Genehmigungsverfahren bis etwa Mitte 2019 laufen wird. „Aktuell rechnen wir mit der Inbetriebnahme im Jahr 2020“, betont das Unternehmen. Den ursprünglichen Antrag hatte das Unternehmen im Juni 2017 eingereicht. Damals war der Baubeginn für das zweite Halbjahr 2018 geplant gewesen.

Die geplanten Anlagen liegen auf der Fläche HEF 15 südlich von Süß und westlich von Richelsdorf. Die sechs Anlagen sollen eine Höhe von jeweils 241 Metern haben.

Maximal 200 Meter

„Die Verschiebungen der drei Anlagen sind gering – bis maximal 200 Meter. Deshalb wird sich für die Anwohner gegenüber der älteren Planung nichts ändern“, sagt Abowind. Besonders betroffen wären Süß und Richelsdorf, aber auch Bosserode und das Historische Wildecker Tal.

Die Bürgerinitiative „Rettet das Richelsdorfer Gebirge“ kämpft gegen den Bau des geplanten Windparks.

Die Parlamente in Nentershausen und Wildeck hatten die ersten beiden Varianten des Antrags als unzureichend für eine abschließende Beurteilung abgelehnt. Die Parlamente forderten unter anderem ergänzende Unterlagen zum Schallschutz und Naturschutz. Die Gemeinden haben einen fachkundigen Anwalt engagiert. Mit dem jetzt erneut geänderten Antrag werden sich die politischen Gremien in den beiden Gemeinden beschäftigen.

Quelle: HNA

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