Neuer Edeka-Markt in Heinebach: Bürgermeister hofft auf Baurecht in vier Monaten

20 neue Arbeitsplätze

Das Baugelände im Sommer: Auf dieser Fläche neben der Bundesstraße 83 soll der Edeka-Markt entstehen, den Thorsten Hellwig betreiben will. Foto: Schaake

Heinebach. Einstimmig haben die Alheimer Gemeindevertreter am Donnerstagabend in Baumbach die Weichen für einen großflächigen Edeka-Verbrauchermarkt in Heinebach gestellt.

Investor Thorsten Hellwig aus Bad Hersfeld will den 1500 Quadratmeter großen Vollsortimenter-Markt mit einem Getränkemarkt auf einem Grundstück am Ortseingang von Heinebach - von Morschen kommend - bauen und mit Edeka-Produkten betreiben - siehe auch Seite 1.

Bürgermeister Georg Lüdtke hofft, dass in vier Monaten Baurecht besteht. Mit dem neuen Markt entstehen nach Angaben Lüdtkes etwa 20 neue Arbeitsplätze.

Zwei Enthaltungen

„Die Gemeindevertretung begrüßt die Umsetzung des Betreibermodells Hellwig, an dem Standort einen großflächigen Verbrauchermarkt zu bauen“, heißt es in dem Beschluss. Norbert Viereck (CDU) und der Fraktionslose Jörg Becker enthielten sich der Stimme.

CDU und SPD begrüßten das Projekt und kritisierten - wie auch Bürgermeister Lüdtke - das Verhalten der Edeka-Handelsgesellschaft Hessenring mbH. Nach Angaben Lüdtkes wollte die Edeka den Markt selbst bauen. Sie habe die Gemeinde aber immer wieder vertröstet. Nachdem nichts passiert sei, habe er, Lüdtke, aus dem Bauherrenkonzept Edeka ein Investorenmodell entwickelt, das nun umgesetzt werden könne: „Ziel sollte nunmehr sein, innerhalb kürzester Zeit entsprechendes Baurecht zu erlangen.“

Das Parlament beauftragte den Gemeindevorstand, ergänzend zu einem Beschluss vom 22. Februar 2007 unverzüglich die planungsrechtlichen Schritte für die Änderung des Flächennutzungs- und Bebauungsplanes umzusetzen, „damit kurzfristig Baurecht erreicht wird“. Die Gemeinde wird für die Bauleitplanung unverzüglich ein Witzenhäuser Ingenieurbüro beauftragen, beschlossen die Gemeindevertreter. Und: „Sämtliche Kosten werden über einen städtebaulichen Vertrag zwischen der Gemeinde Alheim und Thorsten Hellwig abgerechnet.“

„Seit 2007 beschäftigen wir uns jetzt mit diesem Thema“, sagte Lüdtke zum Edeka-Markt. Im Januar 2007 habe Architekt Heinz-Wilfried Jähnert die Gemeinde darüber informiert, dass die Edeka in ihren jetzigen Räumen in Heinebach „nicht mehr zeitgemäß repräsentiert ist“. Sie beabsichtige daher, auf dem Gelände „In der Spitze“ einen Lebensmittel- und Getränkemarkt zu bauen.

Durchhängen

Schon im Februar 2007 sei darauf hingewiesen worden, dass im Zusammenhang mit der Sanierung der Bundesstraße 83 kostengünstig die Anbindung für den Markt gebaut werden könne. „Aber die Edeka hat uns durchhängen lassen“, sagte Lüdtke.

WEITERE BERICHTE

Von Manfred Schaake

Quelle: HNA

Kommentare