Ärztemangel

Der Medibus rollt: Mobile Praxis versorgt Kommunen im Kreis

In der mobilen Hausarztpraxis: Cornbergs Bürgermeister Achim Großkurth (von links), Staatsminister Axel Wintermeyer und Ralf Hilmes im Medibus.

Nentershausen. Seit dieser Woche der Medibus unterwegs, eine mobile Hausarztpraxis. Er sei eine gute Ergänzung, sagte Staatsminister Wintermeyer beim Besuch in Nentershausen.  

Der Medibus versorgt neben Cornberg und Nentershausen aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg noch weitere Kommunen. Die Kassenärztlichen Vereinigung Hessen hat das Pilotprojekt ins Leben gerufen, um den Auswirkungen des Hausarztmangels im ländlichen Raum entgegenzuwirken. 

Am Mittwoch hat Staatsminister Axel Wintermeyer, Chef der hessischen Staatskanzlei und Demografie-Bauftragter der Landesregierung, den Bus bei seinem Halt in Nentershausen besucht und dort auch die Bürgermeister der Kommunen getroffen. „Das Projekt ist eine verlässliche Ergänzung zur Hausraztpraxis vor Ort“, sagte Wintermeyer.

Gerade auf dem Land könne der Medibus dazu dienen, die Patientenversorgung sicherzustellen. Die Bürgermeister stehen dem Projekt zwiegespalten gegenüber. Zwar sehen sie darin, so wie Nentershausens Bürgermeister Ralf Hilmes, eine sinnvolle Ergänzung der Versorgung. Der Ärztemangel sei nun mal Realität, so Hilmes. 

Aber der Bus könne keinen Arzt ersetzen, der vor Ort dauerhaft präsent sei. Deshalb müsse man am Problem des Ärztemangels weiter ursächlich arbeiten. Dr. Eckhard Starke von der Kassenärztlichen Vereinigung stimmte den Bürgermeistern zu: Ziel sei es, den ländlichen Raum mit Ärzten zu versorgen, die vor Ort verwurzelt seien.

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