Haushaltsentwurf vorgestellt

Nentershausen muss 2018 nicht an Steuerschraube drehen

Ein Projekt, für das im Haushalt 2018 Geld bereitgestellt wird: Anfang 2018 soll die Planung für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Süß beginnen. Die Gemeinde hofft, 2019 die Zusage für einen Zuschuss vom Land Hessen zu bekommen. 

Nentershausen. Der Haushalt der Gemeinde Nentershausen wird auch 2018 ausgeglichen sein – so wie es bereits in diesem Jahr der Fall war. 

Aus dem Schutzschirm des Landes wird die Gemeinde entlassen, wenn sie dreimal hintereinander einen ausgeglichenen Haushalt vorlegt.

„Auch wenn der Schuh beim Straßenbau immer drückt, bin ich guter Dinge, dass wir mit dem Haushalt 2018 wichtige Bausteine für alle Generationen in unserer Gemeinde gesetzt haben.“ So lautete das Fazit von Bürgermeister Ralf Hilmes, der den Entwurf des Haushaltsplans der Gemeinde in der Sitzung der Gemeindevertreter am Mittwochabend vorstellte. Wir stellen das Zahlenwerk im Schnellcheck vor.

Gute Nachrichten

Auch 2018 gibt die Gemeinde im Ergebnishaushalt (laufender Betrieb) nicht mehr aus, als sie einnimmt: 4,4 Millionen Euro. Unterm Strich bleibt sogar ein kleines Plus von 6601 Euro.

Eine gute Nachricht ist außerdem, dass die Gemeinde auch für 2018 nicht an der Steuerschraube dreht. Die Hebesätze für Grundsteuer und Gewerbesteuer bleiben unverändert. Auch Gebührenerhöhungen sind nicht geplant.

Die Einnahmequellen der Gemeinde sprudeln nicht schlecht. So erwartet die Gemeinde für 2018 zum Beispiel Einnahmen aus der Gewerbesteuer von 480 000 Euro – 140 000 Euro mehr als in diesem Jahr. Auch die Anteile an der Einkommenssteuer steigen um 160 000 Euro auf 1,1 Millionen Euro.

Eine sehr gute Nachricht ist auch, dass die Gemeinde dank interkommunaler Zusammenarbeit im Gegensatz zu anderen die Jahresrechnung 2015 schon erstellt hat. Geplant ist, dass der Abschluss 2016 noch in diesem Jahr fertig wird, berichtete Hilmes. Im Januar sollen übrigens Gespräche zum Hessenkasse-Angebot des Landes in Wiesbaden stattfinden. Das Land bietet den verschuldeten Kommunen an, einen Teil ihrer Kassenkredite zu übernehmen.

Schlechte Nachrichten

Die Freude über die sprudelnden Einnahmen wird dadurch getrübt, dass auch die Ausgaben 2018 zum Teil erheblich steigen. Allein für die Kreis- und Schulumlage muss die Gemeinde im nächsten Jahr 172 000 Euro mehr aufbringen – insgesamt 1,6 Millionen Euro.

Kräftig gestiegen sind auch die Kosten für den Kindergarten durch die neuen Auflagen des Landes – von 230 000 auf 320 000 Euro. Neue Fußböden in den Gruppenräumen werden 14 000 Euro kosten.

Hier wird investiert

2018 will die Gemeinde insgesamt 909 000 Euro für Investitionen ausgeben. Projekte sind unter anderen:

Barrierefreier Umbau am Marktplatz:137 000 Euro. Das Projekt aus dem Stadtumbau wird mit einem Zuschuss von 72 Prozent gefördert.

Umbau des Jugendheims: 435 000 Euro für 2018. Förderquote ebenfalls 72 Prozent.

Sanierung der Straßen Weißmühle/Unter den Lindenin Nentershausen: 45 000 Euro. Die Arbeiten gehen weiter.

Bus für den Kindergarten: Ein „neuer“ Gebrauchter soll 45 000 Euro kosten.

Ausbau der Straße zum Industriegebiet Reichenberg bei Dens. Planungskosten: 25 000 Euro. Drei Varianten sind möglich.

Aufsitzmäher für den Bauhof:40 000 Euro.

Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Süß: Planungskosten 30 000 Euro.

Neuer Zaun für den Kindergarten:9000 Euro für einen weiteren Abschnitt.

Neue Spielplatzgeräte: Der Ansatz für die Geräte wird von bisher 1500 auf 3000 Euro erhöht.

• Die Gemeinde will auch mehr Geld als bisher für die Unterhaltung der Dorfgemeinschaftshäuser und der Sportstätten ausgeben. Dort stehen Sanierungen an.

Wie es mit den Schulden der Gemeinde aussieht, darüber lesen Sie mehr in der gedruckten Freitagausgabe unserer Zeitung und im E-Paper. 

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