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Nentershäuser Landfrauen feiern ihr 50-jähriges Jubiläum

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Von: Wilfried Apel

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Fröhliche Landfrauenrunde: Mit Sekt und Orangensaft stießen die Nentershäuser Landfrauen auf das 50+2-jährige Bestehen an.
Fröhliche Landfrauenrunde: Mit Sekt und Orangensaft stießen die Nentershäuser Landfrauen auf das 50+2-jährige Bestehen an. © Wilfried Apel

Coronabedingt, mit gut zwei Jahren Verspätung, dafür aber mit einem Satz des Pythagoras feierten 24 Nentershäuser Frauen im Kleingärtnervereinshaus hoch über der Tannenberggemeinde das 50-jährige Bestehen des am 13. April 1970 von 26 Nentershäuser Frauen gegründeten Landfrauenvereins.

Nentershausen – Der eher als Mathematiker, denn als diszipliniert und bescheiden lebender Philosoph bekannte Pythagoras von Samos hatte schon vor über 2500 Jahren festgestellt: „Das Gestern ist fort, das Morgen nicht da, leb also heute!“ So wolle man es beim Vereinsjubiläum auch halten, unterstrich Hella Lauterbach, die nach Lydia Deisenroth und Ina Wettich dritte Erste Vorsitzende des Jubiläumsvereins, bei der Begrüßung der Anwesenden.

Dazu zählte als Gast auch die Weiteröder Prädikantin Kerstin Quitsch, die das Beisammensein mit einer Andacht über ein ähnlich gelagertes Wort aus dem Matthäus-Evangelium bereicherte. Ihr Credo: „Gott schenkt uns trotz aller Sorge immer wieder Momente vollen Lebens, denn er hat uns alle geschaffen für ein Leben, das uns Freude macht.“

Zwischen Pizzavarianten und Köstlichkeiten vom Kuchenblech ließ Hella Lauterbach dann wichtige Stationen der Vereinsgeschichte Revue passieren. Sie erinnerte daran, wie Luise Schmidt von Haus zu Haus gegangen sei und zur Gründungsversammlung ins Gasthaus Schellhase eingeladen habe. Dass der Verein schnell Aktivitäten entfaltet habe, lasse sich so manchem Bilderalbum entnehmen, das von der Beteiligung an Kirmesumzügen, Kochabenden, Bastelabenden, Adventsfeiern, Festen, Sternwanderungen, Theaterbesuchen und vor allen Dingen auch Hessentagsbesuchen berichte.

Geehrt: Die Vorsitzende des Landfrauenvereins, Hella Lauterbach (links), und deren Vertreterin Claudia Killmer (mit Vereinsschild) bedankten sich in Anwesenheit von Bürgermeister Ralf Hilmes für langjährige Treue bei Katharina Burghardt (stehend von links), Irmgard Jenet, Gisela Beck, Brigitte Scholz, Lieselotte Degenhardt (sitzend von links), Hilde Stein, Hilde Lehmann, Gerda Möller und Margarete Stein.
Geehrt: Die Vorsitzende des Landfrauenvereins, Hella Lauterbach (links), und deren Vertreterin Claudia Killmer (mit Vereinsschild) bedankten sich in Anwesenheit von Bürgermeister Ralf Hilmes für langjährige Treue bei Katharina Burghardt (stehend von links), Irmgard Jenet, Gisela Beck, Brigitte Scholz, Lieselotte Degenhardt (sitzend von links), Hilde Stein, Hilde Lehmann, Gerda Möller und Margarete Stein. © Wilfried Apel

„Erst waren wir immer ein ganzer Bus voll, und oft haben wir uns sogar im Bus umgezogen“, rief eine ältere Dame voller Glückseligkeit. Hella Lauterbach verwies insoweit auf den Hessentag in Korbach, bei dem man das Thema „Landfrauen dieser Welt“ dargestellt habe. Das habe dem Verein sogar noch beim Bezirkslandfrauenvereinsjubiläum im Rotenburger Schlosspark und auf der Homepage des Landesverbands Lob eingebracht.

Darüber hinaus habe man den Volkstanz, das Singen und das Sticken gepflegt, wovon eine anlässlich des Silberjubiläums des Vereins von Gerda Fernau, Hilde Knoth, Gerda Möller und Liesel Raudonat angefertigte, mit Hessenstickereimotiven versehene Altardecke Zeugnis ablege. Sie sei ein Dankeschön dafür gewesen, dass das Evangelische Gemeindehaus über all die Jahre so etwas wie das Vereinsheim der Landfrauen gewesen sei.

„Wollen wir hoffen, dass wir uns nach der mit kleinen Aufmerksamkeiten überbrückten Zeit der Pandemie wieder öfter treffen können, und dass uns Corona keinen Strich durch diese Rechnung macht.“ Bürgermeister Ralf Hilmes überbrachte die Grüße und die Geldgeschenke der Gemeindegremien und der Ortsvereine. Er bedankte sich insbesondere dafür, dass die Landfrauen maßgebliche Mitgestalterinnen des Dorflebens gewesen seien: „Was habt ihr Kaffee gekocht, Kuchen auf den Weg gebracht, und was alles noch mehr!“ Ein klein wenig assistierte er dann auch noch bei der Ehrung der anwesenden Gründungsmitglieder und der für 50- sowie 50+1-jährige Mitgliedschaft mit Urkunden und Geschenken Bedachten. (Wilfried Apel)

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