Jubiläumsfeier

Naturschutzverein Nentershausen lädt zu Wanderung über Obstwiesen ein

Auf in die Natur: Die Nentershäuser Naturschützer laden ein zur Wanderung. Hinten von links sind zu sehen Beate Ehmer, Elmar Sandrock, Dirk Wetterau und Christoph Klein; vorne Reinhard Ehmer und Katrin Klein mit Johanna.  

Nentershausen. Der Umwelt- und Naturschutzverein Nentershausen feiert sein 25-jähriges Bestehen am Samstag mit einer geführten Wanderung, Bratwurst und Apfelkuchen.  

Die Kinder, für die die ersten Lebensbäume gepflanzt worden waren, sind inzwischen fast schon Erwachsene. Knapp 16 Jahre ist es her, dass Mitglieder des Umwelt- und Naturschutzvereins Nentershausen erstmals Bäume für Neugeborene gepflanzt haben. Der Verein feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum und lädt aus diesem Anlass zu einer geführten Obstwiesenwanderung am kommenden Samstag, 5. Mai, ein.

Der Nentershäuser Verein entstand im Jahr 1993, weil sich viele Naturschützer unabhängig machen wollten vom übergeordneten Naturschutzbund-Verband (Nabu). „Der Schutz der Natur mit ihren Tieren und Pflanzen, aber auch der Schutz der Umwelt zur Erhaltung der menschlichen Lebensgrundlagen“, schreibt der frühere Vorsitzende Karl-Heinz Berndt, sei der Zweck des Vereins von Anfang an gewesen.

260 Bäume gepflanzt

Der Pflege von Kalkmagerrasen und Orchideenwiesen widmeten sich die Vereinsmitglieder. Zum wichtigsten Projekt der Gruppe wurden dann aber die Lebensbäume. Horst Burghardt initiierte die Pflanzung von Bäumen für neugeborene Kinder der Gemeinde. Traditionell am Ostersamstag treffen sich die Naturschützer mit Eltern und deren Freunden und Verwandten am frühen Morgen irgendwo in der Natur rund um die Ortsteile. Meistens ist es den Vätern in Anwesenheit ihres Babys vorbehalten, ein Loch zu graben und ein junges Bäumchen in den Boden zu setzen, das fortan wachsen und gedeihen wird, genau wie das Kind.

Etwa 260 Bäume wurden bislang insgesamt gepflanzt, berichtet Dirk Wetterau, Vorsitzender des Vereins. Drei Viertel davon entfallen auf verschiedene Apfelsorten, 15 Prozent auf Birne und der Rest auf Kirsche und Walnuss. Viele Obstwiesen sind auf diese Weise entstanden.

Start um 11 Uhr

Dirk Wetterau ist der Nachfolger von Lothar Wehner und Karl-Heinz Berndt, die beide zehn Jahre lang den Vorsitz innehatten. Er lädt nun ein zu der Obstwiesenwanderung. Sie beginnt am Samstag um 11 Uhr am sogenannten Miners Creek Trailcamp nahe dem Schwimmbad in Nentershausen.

Nach der Begrüßung und einem Vortrag über die Bedeutung der Streuobstwiesen für die Bienen wird Lothar Wehner die Gäste zu verschiedenen Streuobstwiesen führen. Ab 14 Uhr wird es hinterher Bratwurst, Apfelkuchen und Waffeln am Miners Creek geben.

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