Bilder aus dem Fuldatal

Naturfotograf Hubert Schreier aus Breitenbach bringt neuen Kalender raus

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Naturfotograf Hubert Schreier macht jede Menge Schnappschüsse von Vögeln.

Er ist kein Hühnerschrecker, aber eine Nilgans wecken, das macht er schon einmal, um ein gutes Foto zu bekommen.

Dieses Motiv eines verschlafen dreinblickenden Federviehs ziert diesmal das Titelblatt des Kalenders von Naturfotograf Hubert Schreier aus dem Bebraer Stadtteil Breitenbach. Die Nilgans und zwölf weitere Tierfotos hat er für seinen neuen Kalender zusammengetragen.

Die Schönheiten der heimischen Tierwelt – ob es der farbenfrohe Buntspecht, die zusammen spielenden Störche oder das vom Aussterben bedrohte Braunkehlchen sind – sind seine Leidenschaft. Sie vor das Objektiv seiner Kamera zu bekommen und im richtigen Moment abzulichten, dafür nimmt Schreier große Anstrengungen und teils lange Wartezeiten in Kauf.

Während er für die Motivsuche zuständig ist, kümmert sich seine Frau Iris um die Herstellung der Kalender. Alles ist handgemacht – im Din-A-4-Format werden die Fotos auf Hochglanzpapier gedruckt und als Ringkalender zusammengefügt. Einige Bilder werden die Leser unserer Zeitung vielleicht wiedererkennen, da sie in den vergangenen Monaten in unserem Blatt bereits veröffentlicht worden sind.

Die Tiere vom grazilen Flussuferläufer, der fast so wirkt, als habe er sich für die Kamera extra in Pose geworfen, bis zum fressenden Wanderfalken hat Schreier allesamt in der Natur im Fuldatal und in der näheren Umgebung abgelichtet. Der 57-Jährige legt Wert darauf, dass seine Fotos die Realität abbilden und nicht etwa am Computer verfälscht werden.

Haben ein Herz für die Natur: Fotograf Hubert Schreier und seine Frau Iris mit dem neuen Tierkalender 2020. Seit 2009 bringt der Breitenbacher Naturfan seine besten Motive aus dem Fuldatal und aus der näheren Umgebung als Kalender heraus. 

„Es ist schön zu sehen, dass hinter dem Breitenbacher Badesee durch die Renaturierung am ehemaligen Solzbach entlang eine neue Oase für allerlei Tiere entstanden ist“, sagt Schreier. Zugvögel und Wild – vom Reh bis zum Waschbären – würden sich dort inzwischen tummeln. Unter anderem für den heimischen Eisvogel seien die neuen Wasserflächen ein optimaler Lebensraum.

„Das ist aber auch für mich gut, denn so habe ich direkt vor meiner Haustür ein neues Jagdgebiet zum Fotografieren, wo auch ich mich regelmäßig tummeln kann“, sagt der Breitenbacher. Denn wie ein Jäger muss er für den richtigen Moment oftmals lange „ansitzen“.

Herausgekommen ist wieder ein Bilderbuch der heimischen Tierwelt. Wer wie Schreier mit offenen Augen und Ohren durch die Natur geht, dem gehen auch die schönen Motive nicht aus: „Der Specht, den ich bei Blankenheim fotografiert habe, hat dort lautstark auf sich aufmerksam gemacht – sein taktvolles Hämmern hat sogar mich angelockt“, sagt er. Vom Eisvogel über Graureiher und Kormoran sind viele lustige Vögel vertreten – und wer weiß schon, wie putzig ein Spatz aussieht, der sich mit fremden Federn schmückt? Alle sie finden sich im neuen Kalender 2020 wieder. Für 15 Euro, der Preis ist zu den Vorjahren gleich geblieben, ist er ab dem kommenden Montag, 11. November, wieder in der Bebraer Filiale der Hoehlschen Buchhandlung sowie bei der Buchgalerie Berge in Rotenburg erhältlich und dort auch nachbestellbar, wenn die ersten Exemplare vergriffen sein sollten.

Schreiers Fotos sind inzwischen in der Region bekannt. Seinen ersten Kalender hat er schon vor elf Jahren herausgebracht und bei vielen Ausstellungen in Rotenburg, Friedewald und Bebra waren seine Fotos bereits zu sehen. In Zusammenarbeit mit den Rangern in Bebra werden zurzeit auch Informationstafeln zur heimischen Tierwelt vorbereitet, die mit Schreiers Naturfotos bestückt sein werden.

Kontakt: Hubert Schreier, Am Ratz 2, Breitenbach, Telefon 0 66 22/24 94.

Quelle: HNA

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