Nach Schockanruf: Frau um Erspartes gebracht

Bebra. Zwei unbekannte Männer haben am Mittwochvormittag in Bebra mithilfe eines sogenannten Schockanrufs 3000 Euro von einer 83-jährigen Frau erbeutet.

Das Opfer, eine körperlich behinderte Frau aus der ehemaligen Sowjetunion, erhielt laut Polizei gegen 11 Uhr einen Anruf von einem Mann, der sich als Rechtsanwalt ausgab. Wie sich später herausstellen sollte, rief der Mann aus Litauen an.

In russischer Sprache erzählte er ihr, dass ihr Sohn von der Polizei festgenommen worden sei. Der Grund: Er habe ein achtjähriges Mädchen verprügelt, das seitdem schwerverletzt im Krankenhaus liege.

Die ältere Frau müsse, um ihren Sohn wiedersehen zu können, nun eine Kaution bezahlen. Der Anrufer wollte wissen, wie viel Geld sie spontan auftreiben könne. Sie glaubte dem Anrufer und gab an, Erspartes in Höhe von 3000 Euro zuhause zu haben. Daraufhin sagte ihr der angebliche Rechtsanwalt, dass er den Bruder des geschädigten Mädchens zu ihr nach Hause schicken und dieser das Geld für die Kaution entgegennehmen werde.

Kurze Zeit später klingelte ein Mann an der Haustür des Mehrfamilienhauses im Wohnquartier Göttinger Bogen und hielt wortlos die Hand auf. Die Frau übergab ihm das Geld.

Der Geldabholer ist nach Angaben der Polizei zwischen 30 und 35 Jahre alt, etwa 1,70 Meter groß, hat eine kräftige Statur, kurzes blondes Haar, hellblaue Augen und ein rundes Gesicht. Er trug eine schwarze Winterjacke sowie blaue Jeans. (red/ses)

Hinweise an die Polizei in Rotenburg, Telefon 06623/9370, in Bad Hersfeld, Telefon 06621/9320 oder an die Onlinewache.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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