Nachfolgerin von Bernd Holzhauer (SPD)

Nach Rücktritt von Bernd Holzhauer: Ilse Koch ist Bebras neue Erste Stadträtin

Wechsel im Magistrat: Die neue Erste Stadträtin Ilse Koch (CDU), links, und die neue Stadträtin Inge Schubert (SPD) zusammen mit Bürgermeister Uwe Hassl (parteilos), links, und Stadtverordnetenvorsteher Herbert Börner (CDU).   

Bebra. Neue Erste Stadträtin und damit Stellvertreterin des Bürgermeisters Uwe Hassl in Bebra ist Ilse Koch (CDU). Sie ist Nachfolgerin des zurückgetretenen Bernd Holzhauer (SPD).

Holzhauer war wegen Beleidigung der beiden Fußballnationalspieler Özil und Gündogan auf seiner privaten Facebook-Seite zurückgetreten ist.Die Äußerung Holzhauers hatte bundesweit Empörung ausgelöst.

Eigentlich hätte laut Absprache zwischen den beiden etwa gleich starken Fraktionen von CDU und SPD die SPD den Posten wieder beanspruchen können. Es stand aber aktuell kein Sozialdemokrat zur Verfügung, sodass die SPD-Fraktion den Posten der CDU überlassen hat.

Ilse Koch (73) musste nicht überredet werden. Sie freue sich auf ihre neue Aufgabe und sehe das Amt als Fortsetzung und Krönung ihrer politischen Arbeit. „Ich mache das gerne für die Bürger von Bebra“, sagte Ilse Koch. Als Erste Stadträtin ist sie Ehrenbeamtin. Bürgermeister Hassl überreichte ihr die Urkunde, Stadtverordnetenvorsteher Herbert Börner vereidigte sie.

Als neue SPD-Vertreterin wechselte Inge Schubert (68) in den Magistrat. In die SPD-Fraktion rückte für sie Renate Schweitzer (67) nach.

Neue Kita-Beiträge

Künftig müssen Eltern für die Halbtagsbetreuung in den Bebraer Kitas nichts mehr bezahlen. Bisher kostete die Betreuung 88 Euro. Für sieben Stunden täglich sind es ab 1. August nun 34 Euro statt 116 Euro bisher. Für den Ganztagsplatz (9,5 Stunden) sind künftig noch 119 Euro fällig, bisher 150 Euro.

Das beschlossen die Stadtverordenten Bebras. Die Stadt nimmt am Förderprogramm des Landes Hessen teil, das die Kita-Träger finanziell unterstützt, wenn der Besuch der Kita für Kinder ab drei Jahren bis zum Schuleintritt täglich sechs Stunden kostenfrei ist. Für eine Verlängerung der Zeiten an einzelnen Tagen können „Betreuungstaler“ erwerben..

Es sei ein Schritt in die richtige Richtung, sagte Gerhard Schneider-Rose (SPD). Priorität hätte aber zunächst eine Verbesserung der Personalsituation haben müssen. Wenn alle Eltern ihre Kinder ganztags anmeldeten, seien 13 neue Stellen erforderlich. Deshalb seien Gebühren noch zur Steuerung notwendig. Deshalb auch der Antrag der SPD, dass Kinder mit Halbtagsplatz einmal im Monat kostenfrei 9,5 Stunden bleiben können.

Der Vorschlag fand eine Mehrheit, die CDU lehnte ihn ab, weil die Satzung schon genügend Modelle ermögliche, so Liane Ursprung. Sie erwartet keine Veränderung des Einwahlverhaltens und damit auch keine zusätzlichen Personalkosten. Eltern sparten bei Halbtagsbetreuung 1000 Euro pro Jahr. „Das ist richtig viel Geld.“

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