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Nach Peta-Vorwürfen: Unterstützung für kritisierte Kaninchenzüchter in Heinebach

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Von: Sebastian Schaffner

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Sieger und Ehrengäste der Heinebacher Jungtierausstellung: Klaus Riemann (von links), Markus Reimold, Rolf Soldan, Leon Reimold, Gerd Becker (Vorsitzender), Kreisverbandsvorsitzender Harald Ernst, Holger Engels, Erwin Pfeiffer, Andreas Engels und Dr. Andreas Brethauer, Erster Beigeordneter der Gemeinde Alheim.
Sieger und Ehrengäste der Heinebacher Jungtierausstellung: Klaus Riemann (von links), Markus Reimold, Rolf Soldan, Leon Reimold, Gerd Becker (Vorsitzender), Kreisverbandsvorsitzender Harald Ernst, Holger Engels, Erwin Pfeiffer, Andreas Engels und Dr. Andreas Brethauer, Erster Beigeordneter der Gemeinde Alheim. © K 41

Nach den Angriffen der Tierschutzorganisation Peta auf den Kaninchenzuchtverein K 41 bekommen die Heinebacher Hobbyzüchter Unterstützung aus der Lokalpolitik.

Heinebach – Vertreter der Gemeinde Alheim und des Kreisverbands haben sich bei der im Vorfeld kritisierten Jungtierschau demonstrativ an die Seite des Kaninchenzuchtvereins K 41 gestellt. Hauptthema unter den Ehrengästen war, wie der Verein mitteilt, der in unserer Zeitung erschienene Bericht und die darin von Peta Deutschland per Pressemitteilung erhobenen Vorwürfe. Die Tierrechtler hatten dem K 41 unter anderem „Rassenwahn“ und Tierquälerei vorgeworfen – ohne jedoch jemals vor Ort gewesen zu sein, wie Peta auf Nachfrage unserer Zeitung einräumte.

Zu Gast bei der Jungtierschau in Heinebach waren hingegen Dr. Andreas Brethauer, Erster Beigeordnete der Gemeinde Alheim, und Harald Ernst, Vorsitzender des Kreisverbands der Kaninchenzüchter Hersfeld-Rotenburg. Sie wiesen, so der K 41 in seiner Mitteilung, die Vorwürfe der Tierquälerei entschieden zurück. Beide seien froh, dass es noch Vereine wie den Heinebacher Kaninchenzuchtverein gebe, welche sich auch außerhalb der Kaninchenzucht in der Gemeinde engagierten und aktiven Züchtern auch über die Kreisgrenzen hinaus ein Begriff seien.

Auch Heinz Schlegel, ehrenamtlicher Lokalpolitiker und Mitglied in zahlreichen Vereinen der Region, habe es sich nicht nehmen lassen, persönlich die Ausstellung zu besuchen „und seiner Enttäuschung, die erhobenen Anschuldigungen betreffend Luft zu machen“, teilt der Verein mit.

Riemann und Reimold machen das Rennen

Bei der Schau wurden 87 Kaninchen ausgestellt. Die Bewertung der ausgestellten Tiere erfolgte durch die beiden Ronshäuser Preisrichter Harald Ernst und Volker Weppler. Mit Ausnahme von zwei Kaninchen wurden die Tiere durchweg mit dem Prädikat „sehr gut“ bewertet, heißt es im Bericht.

Die Siegerehrung nutzte Ernst, um verdiente Mitglieder des K41 Heinebach im Namen des Landesverbands der Kaninchenzüchter Kurhessen zu ehren. Er überreichte Urkunden und Ehrennadeln für 25-jährige Mitgliedschaft und 10-jährige Vorstandstätigkeit an Daniel Becker, für 40-jährige Mitgliedschaft an Hans-Joachim Gäbler und für 60-jährige Mitgliedschaft an Hillmar Hohmann.

Den Preis für das beste männliche Tier der Ausstellung errang ein Alaska-Kaninchen von Klaus Riemann (K41 Heinebach), das beste weibliche Tier stammt von Leon Reimold (K41 Heinebach), ebenfalls Alaska.

Alle Preisträger der Jungtierausstellung erhielten „in alter Tradition Sachpreise, welche entweder den Züchtern oder ihren Tieren zu gute kommen“, teilt der Verein mit. (Sebastian Schaffner)

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