DNA-Untersuchung liefert kein Ergebnis: Ursache für Schafsriss bei Iba bleibt unklar

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DNA-Analyse ohne Ergebnis: In der Nähe von Iba wurden Anfang Mai Schafe gerissen - ob es ein Wolf oder ein Hund war, kann nicht mehr geklärt werden.

Ob die beiden in Iba gerissenen Schafe von einem Wolf oder einem Hund getötet wurden, wird nicht geklärt werden können.

Iba – Das hat das Hessische Umweltministerium auf Anfrage unserer Zeitung mitgeteilt. „Das Labor konnte keine Tierspuren nachweisen“, sagt Pressesprecherin Ira Spriestersbach. 

Ob ein Wolf als Verursacher von Rissen infrage kommt, kann zweifelsfrei nur durch eine DNA-Analyse bestimmt werden. Die ist im Fall der Anfang Mai bei Iba getöteten Schafe nun ergebnislos abgeschlossen. Der Fall war bemerkenswert, weil die Schafe nur rund 30 Meter von einem Wohnhaus entfernt weideten – laut dem Besitzer geschützt von einem 1,50 Meter hohen Festzaun. Das Hessische Umweltministerium empfiehlt zum Schutz vor Wölfen bei Festzäunen eine Mindesthöhe von 1,20 Meter.

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Auf Nachfrage teilt das Ministerium außerdem mit, dass es in den vergangenen Wochen neben dem bestätigten Wolfsriss von zwei Schafen in Licherode vom 30. März auch zwei dokumentierte Risse von Rehwild gab: Am 22. Mai bei Iba und am 25. Mai bei Licherode. In beiden Fällen hat ein DNA-Gutachten ergeben, dass es sich um einen Wolfsriss handelt.

Man gehe weiterhin von nicht ortsansässigen Einzeltieren aus, so die Pressesprecherin. Weil sich die Sichtungen derzeit häuften, könne sich diese Einschätzung in den nächsten Wochen aber ändern.

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