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Müllabfuhr wird im Kreis Hersfeld-Rotenburg für viele teurer

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Von: Sebastian Schaffner

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Die meisten Haushalte im Landkreis müssen im neuen Jahr mehr für die Müllabfuhr zahlen. (Symbolbild)
Die meisten Haushalte im Landkreis müssen im neuen Jahr mehr für die Müllabfuhr zahlen. (Symbolbild) © Julian Stratenschulte/dpa

Die meisten Haushalte im Landkreis müssen im neuen Jahr mehr für die Müllabfuhr zahlen. Grund ist eine Gebührenerhöhung des Abfallwirtschafts-Zweckverbands Hersfeld-Rotenburg (AZV).

Hersfeld-Rotenburg – Der AZV ist für den Müll in 17 Kreiskommunen zuständig. Für einen Durchschnittshaushalt im AZV-Gebiet bedeutet das rund zwölf Euro Mehrkosten im Jahr.

Lediglich in Bebra, Ronshausen und Rotenburg bleiben die Müllgebühren wie gehabt. Dort holt der zweite Verband im Kreis, der Müllabhol-Zweckverband Rotenburg (MZV), den Abfall ab, der eine eigene Satzung hat. Der AZV hatte zuletzt zum Jahreswechsel 2019/2020 seine Gebühren geändert. Dass sich nun die Gebühren erhöhen, liegt hauptsächlich an gestiegenen Kosten bei der Verwertung von Grün- und Bioabfällen, dem Betrieb der Deponie „Am Mittelrück“ in Ludwigsau nach Neuausschreibungen sowie erhöhten Aufwendungen für Rekultivierung und Nachsorge, sagt Geschäftsführer Jörg Goßmann, der seit diesem Jahr offiziell beim AZV angestellt ist. Bislang war er vom Landkreis abgeordnet.

Ein typischer Haushalt im AZV-Gebiet hat laut Goßmann eine 120-Liter-Restmülltonne, die im Schnitt zehnmal jährlich geleert wird, und eine 120-Liter-Biotonne, die alle 14 Tage abgefahren wird. Für so einen Haushalt fielen bislang insgesamt 190,68 Euro pro Jahr an – jetzt sind es 202,94 Euro.

Auch die Gebühren für Selbstanlieferer an der Deponie sind – meist moderat – angepasst worden. Lediglich die Kosten für asbesthaltige Abfälle wurden deutlich erhöht. Pro Tonne mussten Anlieferer bislang 48 Euro bezahlen, jetzt sind es 155 Euro.

Konstant bleiben die Gebühren im MZV-Gebiet, also in Bebra, Ronshausen und Rotenburg. „Wir werden nicht an der Gebührenschraube drehen“, so Geschäftsführer Andreas Tamme. Der Verband hatte allerdings erst 2021 die Gebühren erhöht.

Die meisten Kunden des MZV haben, anders als im AZV-Gebiet, kleine 60-Liter-Restmülltonnen. Ein Einfamilienhaus mit einer 60-Liter-Restmülltonne (zwölf Leerungen) und einer 60-Liter-Biotonne muss demnach weiterhin 141,12 Euro im Jahr zahlen.

Gelbe Tonne soll 2023 kommen

Bislang haben Haushalte im Landkreis drei Mülltonnen: Restmüll, Bioabfall und Papier. 2023 soll eine vierte hinzukommen: die Gelbe Tonne. Wie berichtet, sollen die Behälter für Verpackungsmüll im AZV- und MZV-Bereich, also im gesamten Kreisgebiet, eingeführt werden. Sie sollen dann, bis auf wenige Ausnahmen, die gelben Säcke ersetzen. Für die Abholung und Entsorgung fällt keine gesonderte Gebühr an.  (Sebastian Schaffner)

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