Oldtimer und getunte Wagen

Motortag in Bebra: Für alle mit Benzin im Blut

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Was für ein schönes Gefährt: Andreas Fischer hat seinen Porsche von 1962 auf Hochglanz poliert. Seine Frau Michaela nimmt Platz auf dem Fahrersitz. Fotos: Meyer

Bebra. Glänzender Chrom, blank polierter Lack und so manches historisches Gefährt waren am Samstag zu sehen beim ersten Motortag in Bebra.

Andreas Fischer kennt jede einzelne Schraube seines Porsche 356 B. Den Oldtimer aus dem Baujahr 1962 hat er komplett zerlegt, neu aufgebaut und das fertige Fahrzeug am Samstag in der Bebraer Innenstadt dem Publikum präsentiert – so wie zahlreiche andere stolzen Fahrzeughalter ihre Oldtimer oder getunten Autos beim ersten Bebraer Motortag vorzeigten.

Besonderes Flair

Der Motortag ist eine Variante des VW- und Audi-Fests auf dem Herkules-Parkplatz, das die Motorsportfreunde Bebra seit mehreren Jahren im Herbst ausrichten. Das Fest lockt regelmäßig zahllose Auto-Verrückte mit über 500 Fahrzeugen an, hat sich in der Szene einen Namen gemacht und zu Hessens größtem Tagestreffen für VW und Audi entwickelt. Die Idee war, die Autos in die Innenstadt zu holen. „Hier ist ein ganz anderes Flair“ sagt Norbert Mohr, Vorsitzender der Motorsportfreunde.

Mit Platz für Beifahrer: Pierre, Maya, Bo und Thomas Rüppel bewundern eine Zündapp von 1941.

Modelllandschaft

Erweitert wurde die Ausstellung dabei um Oldtimer. Auf dem Programm stand eine gemeinsame Ausfahrt der Oldtimer, außerdem eine Ehrung der am aufwendigsten hergerichteten Tuning-Fahrzeuge, also solcher Autos, die die Besitzer technisch und optisch aufgemotzt haben, oft mit viel Liebe zum Detail und großer Fantasie. Manuel Dörbandt aus der Ederseeregion zum Beispiel hat seinen Peugeot 208 GTI in eine Art fahrende Modelllandschaft verwandelt. Vom Motorraum bis in den Kofferraum erstreckt sich eine Bergwerk-Welt aus blinkenden Steinen. Die Besucher kamen auf ihre Kosten. „Es fasziniert mich, wie groß die Vielfalt außergewöhnlicher Fahrzeuge allein hier im Landkreis ist“, schwärmte etwa Lars Sacharewitsch, der mit seinem Sohn Justin unter anderem einen BMW aus dem Jahr 1929 bewunderte. Die Organisatoren, darunter neben den Motorsportfreunden auch die Handels- und Gewerbevereinigung und die Stadtentwicklungsgesellschaft, wollen hinterher gemeinsam Bilanz ziehen. Dann werde entschieden, ob das Fest künftig regelmäßig in Bebras Innenstadt stattfindet.

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