Erlebnisregion Mittleres Fuldatal

Mobiler Gästeservice: Radelnde Reiseführer zwischen Bebra und Morschen

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Großer Bahnhof für Rad-Touristen:Am Dienstag startet der einwöchige Probelauf zum mobilen Gästeservice der Erlebnisregion Mittleres Fuldatal.

Die Erlebnisregion Mittleres Fuldatal bietet probeweise einen neuen Service von Bebra bis Morschen: Direkt am Radweg R1 bei Breitenbach kümmern sich Fachleute um Rad-Touristen.

Mit einem ungewöhnlichen Projekt ist die touristische Arbeitsgemeinschaft Erlebnisregion Mittleres Fuldatal am Dienstag gestartet: Sie bietet in einem einwöchigen Test am Radweg R1 in Bebra-Breitenbach einen neuen, vermutlich bundesweit einmaligen Service an.

Am Wetterhäuschen warten täglich zwischen 16 und 19 Uhr jeweils zwei Vertreter von Mitgliedsbetrieben der Erlebnisregion auf Rad-Touristen und bieten ihnen Unterstützung an. Dieses Zeitfenster wurde deshalb gewählt, weil die Radler sich gerade dann mit Übernachtungsmöglichkeiten beschäftigen, erklärte Nancy Konradt, die Geschäftsführerin der Erlebnisregion.

Der mobile Gästeservice gibt Übernachtungs- und Einkehrtipps, stellt touristische Highlights an der Strecke vor und erzählt auch gern mal Geschichten aus der Region. Währenddessen können die Rad-Touristen ein Wasser trinken und Ahle Wurscht verkosten. Auf Wunsch werden die Touristen auch bis Rotenburg oder noch weiter auf dem Rad begleitet. Diese Zeit können die Gästeführer nutzen, um über die Landschaft oder besondere Höhepunkte an der Wegstrecke zu informieren.

Vom Korbmacher und den Alpakas erzählt Katharina Weller von der Gemeinde Alheim den Rad-Touristen Christel und Horst Thiel und möchte sie auch auf Nebenwege des Fuldatals locken.

Christel und Horst Thiel aus Neukirchen in der Schwalm haben sich am Dienstag gern vom Rad locken lassen. Das Ehepaar war am Morgen auf dem Bahnradweg Rotkäppchenland gestartet und wollte noch Rotenburg erreichen. Fernes Ziel ist Hann. Münden, doch einen festen Zeitplan hat das Paar nicht. „Wir genießen die Entschleunigung und Freiheit pur“ lacht Christel Thiel.

Katharina Weller von der Mitgliedsgemeinde Alheim erzählt auch gleich drauf los, was man sich alles ansehen kann, ja unbedingt erleben sollte, wenn man schon an der Fulda unterwegs ist.

„Der Charme der Aktion ist, dass die Touristen echte Menschen treffen und echte Gespräche führen. Das kann keine App leisten“, sagt Nancy Konradt und erklärt den Hintergrund: Immer mehr Touristen informierten sich ausschließlich übers Internet über ihre Reiseziele. Das könne jedoch den persönlichen Kontakt nicht ersetzen. Wer einmal an der Wegstrecke eine solche Willkommenskultur erlebt habe, vergesse die Region nicht und gebe auch die guten Erfahrungen weiter, ist Konradt sicher.

Im Gegenzug erfahren die Touristiker mehr über die Gäste und deren Bedürfnisse. Anregungen können gezielt umgesetzt werden. Das Projekt wird von der Erlebnisregion und ihren Mitgliedsbetrieben und -kommunen sowie mit einem Förderbeitrag von 1800 Euro vom Schwalm-Eder-Kreis getragen. Nach der Probewoche wird entschieden, ob es im nächsten Jahr fortgesetzt und zu einer festen Einrichtung ausgebaut werden soll.

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