Kurze Wege für die Digitalisierung

Medienzentrum des Kreises in Rotenburg wird umgestaltet – Mehr Platz für Nachbarschule

Digital und analog: Auch Unterhaltungsmedien für Kinder wie das Kamishibai-Erzähltheater oder die Toniebox kann man im Medienzentrum ausleihen. Das Bild zeigt von links Mitarbeiterin Melanie Schütt, Fachdienstleiterin Anja Csenar und Mitarbeiterin Natascha Helbig.
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Digital und analog: Auch Unterhaltungsmedien für Kinder wie das Kamishibai-Erzähltheater oder die Toniebox kann man im Medienzentrum ausleihen. Das Bild zeigt von links Mitarbeiterin Melanie Schütt, Fachdienstleiterin Anja Csenar und Mitarbeiterin Natascha Helbig.

Das Medienzentrum des Landkreises in Rotenburg wird derzeit umgestaltet. Das Gebäude an der Pestalozzistraße gehört zum Komplex der Albert-Schweitzer-Schule, die mehr Platz benötigt.

Hersfeld-Rotenburg - Hintergrund ist, so erklärt die beim Landkreis für Schulen und Gebäude zuständige Fachdienstleiterin Anja Csenar, dass die Grundschule mehr Platz für die Kinder benötigt, die mittags in der Schule essen. Derzeit werden täglich bis zu 140 Essen ausgegeben, die Grundschüler müssen in Schichten essen. Weil ab 2026 auch ein Rechtsanspruch für Ganztagsbetreuung von Grundschulkindern bestehen wird, rechnet man beim Landkreis mit einer weiteren Zunahme der „Mittagskinder“.

Man habe sich für eine Umstrukturierung des Gebäudes entschieden und bislang weniger genutzte Räume für die Schule zur Verfügung gestellt. Die zunehmende Digitalisierung sowie veränderte Arbeitsbedingungen haben es laut Csenar ermöglicht, ein schlüssiges Nutzungskonzept zu entwickeln, das den Dienstleistungscharakter des Medienzentrums im Bereich Bildung unterstreiche. Insgesamt sind für die Umgestaltung zunächst 350 000 Euro eingeplant. 2023 sollen die Arbeiten auch an der Albert-Schweitzer-Schule abgeschlossen sein.

Die Schulen sind digitaler geworden, Schülern und Lehrkräften werden entsprechende Geräte zur Verfügung gestellt und die müssen erfasst, konfiguriert und auf dem neuesten Stand gehaltenwerden. Die auf zehn Mitarbeiter angewachsene und noch weiter wachsende IT-Abteilung, die diese Arbeiten leistet, ist zur Hälfte in Rotenburg untergebracht. Die übrigen Mitarbeiter sind in Bad Hersfeld angesiedelt. „Wir wollen für den Nord- und den Südkreis kurze Wege ermöglichen“, sagt Csenar. Die Mitarbeiter könnten so schnell in den Schulen sein, umgekehrt gelte das für die Lehrkräfte, falls es Probleme mit digitalen Endgeräten gebe. Fortbildungen fänden ohnehin zunehmend direkt in den Schulen statt. Die Schulservice GmbH, die für die Einstellung und Verwaltung der Essens-und Betreuungskräfte in den Schulen des Landkreises zuständig ist, bleibt im Medienzentrum angesiedelt. Für die Hessenstube werde noch eine alternative Unterbringung gesucht. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von heimatkundlichen historischen Werken, die vom Geschichtsverein Altkreis Rotenburg betreut und verwaltet werden. Es gebe mehrere Vorschläge für eine Unterbringung, sagt Csenar.

Die Kunden des Medienzentrums, Privatpersonen jeden Alters sowie Kitas und Schulen, würden von der Umstrukturierung kaum etwas merken, ist Mitarbeiterin Melanie Schütt sicher. „An der Qualität von Service und Angebot ändert sich für unsere Kunden nichts.“

Von Silke Schäfer-Marg

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