Ausverkauftes Pop-Konzert in der Stiftsruine

Jubel bis in die Nacht: Max Giesinger zieht Fans mit Auftritt in seinen Bann

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Im Lichtermeer: Max Giesinger und seine Band gaben am Dienstagabend in der Bad Hersfelder Stiftsruine ein umjubeltes Konzert. Die Spielstätte war komplett ausverkauft. 

Bad Hersfeld. Volles Haus und auch vor der Stiftsruine hunderte Fans: Am Dienstagabend ist Popsänger Max Giesinger in der Stiftsruine aufgetreten. Es ist die Rückkehr des Musikers nach Bad Hersfeld, nachdem er 2016 zum ersten Mal aufgetreten war.

Noch eine Stunde bis zum Konzertbeginn und vor der Stiftsruine sind schon fast alle freien Rasenplätze vergeben. Fans, die keine Karten mehr bekommen haben, machen es sich schon einmal gemütlich: Auf Decken, mit einem Picknick bei Kerzenschein in Erwartung auf einen Sommerabend mit Max Giesinger. Ein Mädchen hält ein Schild mit der Aufschrift: „Eine von 80 Millionen“ in Händen und lässt sich erstmal Autogramme von Band und Crew geben.

Mittlerweile füllt sich die Ruine beim zweiten diesjährigen Pop-Konzert der Bad Hersfelder Festspiele. Kein Platz bleibt frei, doch die Fans müssen sich noch gedulden. Denn zuerst lernt das Publikum Chris Brenner kennen. Ganz unscheinbar kommt er auf die Bühne, nur mit seiner Gitarre, ohne Band. Noch während das Publikum emsig in Gesprächen vertieft ist, fängt er an zu singen, das Publikum verstummt und hört aufmerksam zu.

Bekannt als YouTube-Star

Der Newcomer, der als Vorgruppe von Max Giesinger auftritt, zieht das Publikum sofort auf seine Seite. Schon nach dem ersten Song singt das Publikum motiviert mit. Bekannt wurde Chris Brenner durch seine Videos auf YouTube. Mit über 20 Millionen Aufrufen zählt er zu den erfolgreichsten YouTubern. Nach einer Umbauphase auf der Bühne wird nun Max Giesinger erwartet. 

Unter dem Sternenhimmel: Dem Auftritt von Max Giesinger lauschten im Stiftsbezirk hunderte Fans.

Die Pause dauert dem Publikum viel zu lange, die Fans werden ungeduldig. Doch dann fängt die Band an zu spielen, steigert sich von einer moderaten Einleitung zu einem musikalischen Feuerwerk, die beeindruckenden Lichteffekte verstärken das Gänsehaut-Feeling. Und da kommt er endlich, der Junge, der rennt: Mitten aus dem Publikum als einer von Ihnen. Die jubelnden Fans sind außer sich vor Begeisterung.

Von Vorgruppe zu Hauptact

Mit: „Hallo, ich bin Max und das ist meine Band“ begrüßt er seine Fans und erzählt, dass er noch im letzten Jahr als Vorgruppe von Johannes Oerding in der Stiftsruine aufgetreten ist. Damals noch solo nur mit Gitarre ohne Band. Nun steht er wieder auf der Bühne der Stiftsruine vor ausverkauften Reihen. Bei „Wenn sie tanzt“ ist die Stimmung schon auf dem Höhepunkt. Alle singen und klatschen mit. Die Ruine wird zu klein für den Bewegungsdrang der Fans. Auch seine Song-Premiere „Ultraviolett“ kommt gut an und hält keinen auf seinem Platz.

Nach einigen mitreißenden Songs wird es dann etwas ruhiger. Die Band baut sich als Halb-Akustik-Formation auf. Bei dieser Gelegenheit stellt Max seine Band vor: Sein Freund Steffen an der Gitarre, Klaus als Multitalent diesmal mit Melodica, Lars am Schlagzeug und Paul am Bass. An dieser Stelle werden auch noch hunderte von Fans vor der Ruine mit einem Sprechchor begrüßt: „Hallo ihr da draußen, habt ihr eine gute Zeit?“ Die Fans antworten mit lauten Jubelschreien.

Fans wollen ein Wiedersehen

Nach seinem 90-minütigem Programm verabschiedet sich Max Giesinger mit dem Titel, der ihn letztlich bekannt machte: „80 Millionen“. Auch hier hält es das Publikum nicht auf den Plätzen. Die Fans in der Ruine und auch die Fans vor der Ruine singen lautstark mit. Dann holt Max als „Verstärkung“ drei Kids zu sich auf die Bühne. Mit Jette, Emmy und Jakob singt er den Titel noch einmal mit minimaler Instrumental-Besetzung. Das Publikum belohnt mit einem tosenden Applaus, der vor allem den drei stolzen Kids gilt.

Unter nicht enden wollenden Applaus verlässt die Band mit Max die Bühne. Doch die Jungs lassen sich nicht lange um eine Zugabe bitten. Es folgt „Vielleicht im nächsten Leben“ Als letzten Song spielt die Band „Für immer“. Hunderte von Handy-Lichtern wiegen dazu im Takt und zaubern über den Köpfen des Publikums einen Sternenhimmel.

Der Schlussapplaus nimmt kein Ende. Man ist sich einig: So ein großartiges Konzert will Bad Hersfeld noch einmal erleben. Und nicht erst „Vielleicht im nächsten Leben“, sondern vielleicht im nächsten Jahr.

Von Elke Suck Iffland

Max Giesinger in der Stiftsruine

Quelle: HNA

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