Bluttat in Bosserode

Mann tötet Mutter - Staatsanwaltschaft: „Das konkrete Motiv ist uns nicht bekannt, allerdings...“

Das Bild zeigt das Haus, in dem die Tat passiert sein soll.
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In Bosserode soll ein Sohn seine Mutter getötet haben. Er stellte sich nach der Tat bei der Polizei.

Im Wildecker Ortsteil Bosserode hat ein Mann offenbar nach einem Streit seine Mutter getötet. Anschließend stellte er sich. Jetzt wurde er der Haftrichterin vorgeführt.

Update vom Freitag, 13.11.2020, um 20 Uhr: Bosserode/Fulda – Der 60-jährige Bosseröder, der unter Verdacht steht, in der Nacht zu Dienstag seine 79-jährige Mutter getötet zu haben, hat bei der Vernehmung durch die Haftrichterin von seinem Recht Gebrauch gemacht, zu dem Vorwurf zu schweigen. Das teilte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Fulda, Dr. Christine Seban, auf Anfrage mit.

„Das konkrete Motiv ist uns nicht bekannt, allerdings stehen bereits länger andauernde familiäre Streitigkeiten zwischen Beschuldigtem und Opfer als Motiv im Raum“, berichtete Seban. (dup)

Der Beschuldigte befindet sich in der JVA Kassel I. Die Untersuchungen und Vernehmungen gehen weiter. Das Obduktionsgutachten liegt noch nicht schriftlich vor. Am Dienstagvormittag hatte sich der 60-Jährige der Polizei selbst gestellt und gestanden, seine Mutter getötet zu haben.     

Tötungsdelikt im Kreis Hersfeld-Rotenburg: Polizei gibt weitere Informationen bekannt

Update vom Mittwoch, 11.11.2020, 12.20 Uhr: Nachdem ein Mann offenbar seine Mutter getötet und sich anschließend der Polizei gestellt hat, haben die Staatsanwaltschaft Fulda und das Polizeipräsidium Osthessen nun eine gemeinsame Pressemitteilung veröffentlicht.

Der Pressemitteilung zufolge sei es am Dienstag (10.11.2020) zwischen 2.30 Uhr und 4.00 Uhr in einem Einfamilienhaus in der Straße „Eisfeld“ in Wildeck-Bosserode zu dem Tötungsdelikt gekommen. Bei dem Opfer handele es sich um die 79-jährige Mutter des mutmaßlichen Täters. Der 60-jährige Sohn soll dem Opfer nach dem derzeitigen Ermittlungsstand mit einem Messer tödliche Verletzungen zugefügt haben. Anschließend soll er zur Polizeistation Rotenburg gefahren und sich gestellt haben.

Auch wenn ein verbaler Familienstreit der Tat vorausgegangen sein soll, seien die genaueren Hintergründe der Tat derzeit noch unklar. Die Staatsanwaltschaft Fulda habe beim Amtsgericht Bad Hersfeld einen Antrag auf Erlass eines Untersuchungshaftbefehles gestellt. Die Vorführung soll am Mittwochnachmittag (11.11.2020) stattfinden.

Tötungsdelikt im Kreis Hersfeld-Rotenburg: Mann soll „Mutter mit Messer umgebracht“ haben

Erstmeldung vom Mittwoch, 11.11.2020, 11.31 Uhr: Bosserode - Die Tat passierte in der Nacht zu Dienstag (10.11.2020), wurde aber erst am Mittwochmorgen (11.11.2020) bekannt. Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft die Bluttat bestätigt.

„In den frühen Morgenstunden erschien ein 60-jähriger Mann auf der Polizeistation Rotenburg/Fulda. Er teilte mit, dass er sich stellen wolle, weil er in der Nacht im Streit seine Mutter mit einem Messer umgebracht habe“, heißt es bei der Staatsanwaltschaft auf Nachfrage unserer Zeitung.

Und weiter: Als Polizeibeamte umgehend das von dem Mitteiler sowie seiner Mutter gemeinsam bewohnte Einfamilienhaus aufsuchten, wurde die Mutter des Tatverdächtigen in ihrem im Erdgeschoss des Hauses befindlichen Schlafzimmer, auf dem Fußboden liegend, aufgefunden. Sie wies deutliche Stich- und Schnittverletzungen im Bauch- und Halsbereich auf. Eine hinzugezogene Notärztin konnte nur noch den Tod der Frau feststellen.

Die Obduktion der Leiche wurde vonseiten der Staatsanwaltschaft angeordnet. Außerdem sei gegen den Beschuldigten wegen Verdachts der Tötung bei der Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Bad Hersfeld ein Erlass auf einen Haftbefehl gestellt worden. Die Vorführung vor dem Amtsgericht Bad Hersfeld soll am heutigen Mittwoch stattfinden.

Vor Ort wollten sich Anwohner nicht zu der Tat äußern. Sobald weitere Informationen vorliegen, wird dieser Artikel ergänzt.

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