Tier hatte Schwan nach Streit verfolgt

In Angelschnur verfangen: Mann rettet Hund in Obersuhl aus Seenot

Hund und Retter auf dem Weg zum Ufer: Das Tier hatte sich im Angelteich des ASV „Forelle“ Obersuhl in einer Schnur verfangen und drohte zu ertrinken. 

Obersuhl. Ein Hund ist am Montagabend aus dem Teich des ASV „Forelle“ Obersuhl gerettet worden. In Seenot geraten war das Tier nach einer Verfolgungsjagd mit einem Schwan.

Gegen 18.45 Uhr hatte eine Obersuhlerin ihre beiden Hunde an den Angelteichen im Rhäden Gassi geführt, wie der zweite Vorsitzende des Vereins, Hans Joachim Rieger, berichtet. Dabei geriet der eine Hund mit einem Schwan in Streit, der dort sein angestammtes Revier verteidigen wollte.

Im Verlauf der Kabbelei riss sich der Hund los und wollte den Schwan verfolgen. Dieser jedoch flüchtete in sein Element, den Angelteich, und schwamm dem Hund davon. Trotzdem gab dieser nicht auf und verfolgte den Schwan bis zu einer Insel. Dort endete die Verfolgung allerdings jäh, denn der Hund verfing sich in einer Angelschnur – er drohte zu ertrinken.

Die Frau eilte zu dem nur 200 Meter entfernten Angelheim und bat dort um Hilfe. Zwei Gäste eilten sofort mit ihr zum Schauplatz des Dramas zurück, einer entledigte sich sofort seiner Oberbekleidung und stieg nur noch mit Unterhose bekleidet und ohne zu zögern in die Fluten, um dem Hund zu helfen.

Zwischenzeitlich rief der 1. Vorsitzende des Vereins die Feuerwehr zu Hilfe, die ebenfalls nach kurzer Zeit erschien.

Der Retter hatte den Hund inzwischen teils watend, teils schwimmend erreicht und es gelang ihm, diesen von der würgenden Angelschnur zu befreien. Das Tier schwamm nun „kommentarlos“ auf das Ufer zu, ohne sich seinerseits um den ihm folgenden Helfer zu kümmern. Unversehrt gelangten schließlich beide an das trockene Ufer, wo das Tier von seinem erleichterten Frauchen herzlich umarmt wurde. Ob das Gleiche dem Retter zuteilwurde ist nicht bekannt, heißt es ...

Die Feuerwehr brauchte nicht mehr tätig zu werden. Hundehalterin, Angelsportler, Helfer und Gäste – alle waren froh, dass der Hund gerettet werden konnte, und für Gesprächsstoff hatte der Vorfall ebenfalls gesorgt. (red/nm)

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