Stichwahl um das Bürgermeisteramt

Duell um den Chefsessel in Ludwigsau

Wilfried Hagemann (links) und Daniel Stange (rechts) gehen am 22. April in Ludwigsau in die Stichwahl um das Bürgermeisteramt.

Ludwigsau. Zur Stichwahl um das Amt des Bürgermeisters in Ludwigsau treten am Sonntag Wilfried Hagemann und Daniel Stange an. Wir haben beiden dieselben Fragen gestellt.

Nachdem der 57-jährige Diplom-Verwaltungswirt Wilfried Hagemann und der 41-jährige Standortleiter der DB-Cargo Daniel Stange am 8. April im ersten Wahlgang um das Bürgermeisteramt der Gemeinde Ludwigsau die meisten Stimmen erhalten hatten, treten die beiden nun am Sonntag, 22. April, in der Stichwahl gegeneinander an. 

Hagemann hatte im ersten Wahlgang 44,2 Prozent der Wähler überzeugt, Stange 23,2 Prozent. Wir haben beiden Friedlosern dieselben Fragen gestellt.

„Mit Kompetenz und Verlässlichkeit“: Kandidat Wilfried Hagemann aus Friedlos

Wie verbringen Sie die letzten Tage bis zur Stichwahl?

An meinem Arbeitsplatz.

Warum sollten die Wählerinnen und Wähler von Martin Grebe, Tino Hölzer und Frank Rößing jetzt Ihnen ihre Stimme geben?

Weil ich mit Ideen, Kompetenz, Bürgernähe und Verlässlichkeit Ludwigsau fit für die Zukunft machen möchte.

Bürgermeisterkandidat Wilfried Hagemann mit seiner Familie vor dem Haus in Friedlos.

Welche Probleme der Gemeinde Ludwigsau wollen Sie vordringlich angehen?

Mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort, den politischen Gremien, den Ortsbeiräten als Ohr an der Bevölkerung muss eine Art Regelkommunikation stattfinden, Rückmeldung auf deren politisches und soziales Engagement gegeben werden. Aktives Gestalten der Zukunft mit einer Bürgergesellschaft, die sich eingebunden, verstanden und akzeptiert fühlt. Den Jüngeren muss eine Perspektive und den Älteren ein erfüllter Lebensabend in Ludwigsau geboten werden. Junge Menschen sollen stolz auf ihren hiesigen Geburtsort sein und wieder den Weg in die Heimat finden. Die finanziellen Fördermittel für unser Infrastrukturvermögen, dem Straßenbau, der Kinderbetreuung etc. planvoll einzusetzen.

Welches eigene Projekt wollen Sie in der ersten Amtszeit umsetzen?

Ein Projekt wäre wohl zu wenig. Ich habe Ziele in meinem Wahlprogramm formuliert, welche ich umsetzen will. Strukturiert und geplant in einem umsetzbaren Zeitraum werden alle angegangen. Hier werde ich eine klare Haltung vorleben. Wenn Politik und der Bürgermeister sich versperren, verpassen wir die gemeinsame Zukunft.

Welche neuen Ideen haben Sie für die Vermarktung des Gewerbegebiets Mecklar/Meckbach (Unternehmenspark Bad Hersfeld-Ludwigsau)?

Ideen hierzu habe ich schon länger, nicht erst seit der Bürgermeisterkandidatur. Wir sprechen immerhin über die größte zu vermarktende verbliebene Fläche in Nordhessen mit zentraler Lage. Nicht nur die Gesellschafter, auch die Bürgerinnen und Bürger wollen diese nun alsbald auch veräußert wissen. Die Öffnung hin zu mittelständischen Unternehmen ist ein guter Ansatz. Eine andere Möglichkeit wäre die Vorgehensweise mittels „Ankerstrategie“, d.h. die Ansiedlung eines Unternehmens, welches durch eine Wertschöpfungskette auch für weitere Unternehmen eine Ansiedlung interessant macht. Auch in der Außendarstellung gibt es eventuell Nachholbedarf. Wir sollten schon bestrebt sein, die Erkennbarkeit des Unternehmensparks überregional zu stärken.

Warum wären Sie der bessere Bürgermeister als Ihr Mitbewerber?

Jung geblieben, dynamisch und mit Sachverstand handelnd. Motivation ist keine Frage des Alters, sondern eines stets klaren Kopfes. Aufgabenerledigung ist ab dem ersten Tag mit 100 Prozent möglich. Wer kennt besser die Zimmer des Hauses, in dem ich wohne. Ich bin kein finanzielles Risiko für die Gemeinde, denn ich stehe schon auf dem Zettel und das nicht nur für eine Amtsperiode, wenn der Bürger es will.

Das Kandidatenporträt von Wilfried Hagemann finden Sie hier.

„Mit frischem Wind und neuen Ideen“:  Kandidat Daniel Stange aus Friedlos

Wie verbringen Sie die letzten Tage bis zur Stichwahl?

Mit zahlreichen, intensiven Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern. Ich möchte weitere Probleme und Wünsche hören, deren mögliche Umsetzung besprechen, um weiteres Vertrauen bei den Wählerinnen und Wählern zu gewinnen.

Bürgermeisterkandidat Daniel Stange aus Ludwigsau mit seinen Kindern in seinem Elternhaus in Ludwigsau-Friedlos.

Warum sollten die Wählerinnen und Wähler von Martin Grebe, Tino Hölzer und Frank Rößing jetzt Ihnen ihre Stimme geben?

Weil sie die Kommunalpolitik in Ludwigsau durch einen „jungen“ Bürgermeister gestaltet sehen wollen und sicher sein können, dass die von den Mitbewerbern vorgetragenen, vielfältigen Ziele von mir sachlich und realistisch bewertet und in ihrem Sinne umgesetzt werden.

Welche Probleme der Gemeinde Ludwigsau wollen Sie vordringlich angehen?

Die Vermarktung des Unternehmensparks Bad Hersfeld-Ludwigsau vorantreiben, die Betreuungszeiten der Kindergärten für berufstätige Eltern weiter verbessern, die Vereinsrichtlinien und die damit verbundene Vereinsförderung, gemeinsam mit den Vereinsvorständen, überarbeiten.

Welches eigene Projekt wollen Sie in der ersten Amtszeit umsetzen? 

Die, nicht mehr zeitgemäßen, Straßenbaubeiträge abschaffen, die haus- und zahnärztliche Versorgung für die Zukunft sicherstellen. Die Einbindung der Ortsbeiräte als Multiplikatoren der einzelnen Ortsteile intensivieren. Die Gestaltung der Spielplätze in der Gemeinde an die Bedürfnisse der „Nutzer“ anpassen. Ein finanzierbares und modernes Nahverkehrskonzept umsetzen.

Welche neuen Ideen haben Sie für die Vermarktung des Gewerbegebiets Mecklar/Meckbach (Unternehmenspark Bad Hersfeld-Ludwigsau)?

Gemeinsam mit den Mitgesellschaftern eine neue Vermarktungsstrategie unter Berücksichtigung von aktuellen Arbeitsmarkt- und Zukunftsanalysen erarbeiten. Dabei ist es notwendig, gezielt ansiedlungswillige Unternehmen anzusprechen.

Warum wären Sie der bessere Bürgermeister als Ihr Mitbewerber?

Weil ich für einen sofortigen Generationswechsel im Bürgermeisteramt stehe und mit frischem Wind neue Ideen für Jung und Alt umsetzen werde. Weil ich über sechs Jahre hinaus eine moderne und dynamische Entwicklung in unserer Heimatgemeinde gestalten kann.

Das Kandidatenporträt von Daniel Stange finden Sie hier.

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