33-Jährige lag tot in brennendem Haus

Lispenhausen: Ehemann wegen Totschlags angeklagt

Lispenhausen. Im Fall der 33-jährigen Frau aus Rotenburg, die bei einem Brand am 17. Oktober des vergangenen Jahres in Lispenhausen tot aus ihrer Wohnung geborgen worden ist, wurde inzwischen Anklage wegen Totschlags und versuchter schwerer Brandstiftung gegen den 36 Jahre alten Ehemann erhoben.

Das teilte der Sprecher der Staatsanwalt Fulda, Harry Wilke, auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Der Prozessauftakt ist für den 17. Juli geplant, so erklärte der Sprecher des Landgerichts Fulda, Richter Dominik Dute. 16 Hauptverhandlungstermine seien angesetzt, teilte Dute auf Anfrage weiter mit. Die beiden damals acht und fünf Jahre alten Kinder des Paares, die sich zur Brandzeit nicht in der Wohnung aufhielten, sondern bei dem von der Mutter getrennt lebenden Ehemann, seien weiterhin in einer Pflegefamilie untergebracht, erklärte Staatsanwalt Wilke.

An dem fraglichen Dienstag im Oktober war die Feuerwehr um 20.33 Uhr zu einem Schwelbrand nach Lispenhausen gerufen worden. Die Feuerwehr barg die 33-Jährige unter Einsatz von Atemschutz wenig später leblos aus der Wohnung.

Wie sich bei den Ermittlungen der Kripo Bad Hersfeld und der Staatsanwaltschaft Fulda herausstellte, war die Frau bereits vor dem Brand tot gewesen. Die Leiche wies massive Verletzungen am Hals auf.

Am 26. Oktober wurde der 36-jährige Ehemann als Tatverdächtiger festgenommen. Der Rotenburger versuchte zu fliehen und sprang bei der Vernehmung aus dem zweiten Stock der Polizeidirektion Bad Hersfeld. Dabei verletzte er sich derart, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Gegen den Mann wurde Haftbefehl erlassen wegen dringenden Tatverdachts des Totschlags und versuchter schwerer Brandstiftung. Seitdem sitzt der Rotenburger in Untersuchungshaft.

Nach Brand in Lispenhausen: Nachbarn sind entsetzt und fassungslos. 

Rubriklistenbild: © Daniel Reinhardt/picture alliance / dpa

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